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Titel: Goethes Faust auch in Odins-Runen

Goethes Faust darf als eines der bedeutendsten Werke der deutschen Literatur gelten. Viel hat man daran herum interpretiert. Aber ohne gute Kenntnisse über das Übernatürliche kommt man bei diesem Geister- Drama nicht weit. Nur wer an Mephistos Redeschwall vorbei manövriert kann der Macht in der Tiefe begegnen.

Bild: Goethes Italien-Reise mit Heine und Brentano

Goethe war mit Recht stolz auf sich. Er galt in seinen besten Jahren als ebenso klug wie schön. Der typische Jude war dafür zu finster und zu schmächtig. Mit Unwillen schaute er den großen Gestalten Europas hinterher. Doch Leute wie Goethe hatten es nicht so leicht wie man meinen sollte, sich durchzusetzen und zu glänzen. Denn die hohe Kultur der Alten Welt basierte auf semitischen Religionen. Die Götter selbst schienen, gegen jede Vernunft und das gute Gefühl, den Titanen des Westens die orientalischen Knirpse vorzuziehen. Man findet in Goethes Werken mancherlei Andeutungen darauf dass ihm dies lebenslang missfiel. Er ließ sich zwar, so wie die Christen, mit absurden Fantasien vom Himmel trösten. Aber sein Blick sah doch, so scharf wie ein Chirurg, die Ursache des Leidens. In der Götterwelt war etwas nicht in Ordnung! Da schien das verlockende Böse viel zu mächtig zu sein. Goethe stellte dar wie sein Faust diesem Bösen begegnet. Aber so wenige andere erkannte er auch dass sich dahinter eine gute Macht verbirgt. Auf seiner Italien-Reise hatte eine »heidnische Wiedergeburt« ihm diese Macht gezeigt.

1. Was gab es zu sehen in Italien? Vor allem wohl Goethe!

Das große Bild zeigt, wer kennt ihn nicht, Goethe. Auf seiner Italienreise posierte er so stolz als ob er ein leibhaftiger Übermensch wäre. In seinem Hauptwerk, dem großen Geister-Drama Faust, verklärte er den Alchimisten, Zauberer, Unzüchtigen und Hochstapler Faust zum Übermenschen. Darüber wundert sich dieser Text, und klärt einige Hintergründe auf. Goethe hat seinen Roman in jungen Jahren schon skizziert, aber erst als alter Mann vollenden können. Große gereimte Verse sind ihm eingefallen, die den Spruch widerlegen man könne in Reimen nicht seinen Ideen gemäß dichten. Das zeigen auch meine Verse (rot), die Goethes Faust etwas erneuern. Die Inspiration die mir half, sie half auch Goethe meisterhafte Werke zu vollenden. Sein Faust ist in Wahrheit ein irrendes Genie, und kein Übermensch. Nur in der wunderschönen Helene begegnet Faust so einer Kreatur. Diese mythische schönste Frau der Welt erhörte Goethe und geriet ihm zur Glücksgöttin. Nicht der Muse der alten Griechen, sondern dieser Überfrau erwies Goethe seine gelehrte Gunst. Heine dagegen, links unten sieht man ihn, wurde vor allem mit seinem bösen kurzen Gedicht über die schöne Loreley berühmt. Weil die Religions-Kultur die Juden zu Unrecht nach vorne schiebt, versuchten diese häufig die edleren, besseren und schöneren Menschen schlecht zu machen. Kurz bespricht der Text noch den italienischen Dichter Brentano; und einen jüdischen Emigranten.

Wir sehen einen jungen, schönen, edlen Goethe. Die Italien-Reise war damals ein Luxus den sich nur Wohlhabende leisten konnten. Der spätere Dichter-Fürst hat sich dort sogar malen lassen. Das Porträt kann als eines der gelungensten Bilder aller Zeiten gelten. Das liegt natürlich zuerst daran dass Goethe einfach stattlich und schön war. Man sieht es ihm auch an dass er helle war und eitel.

Den eher finsteren Katholiken galt Italien damals natürlich als Heimatland ihrer Religion. Auf deren Italien-Bildern durften Kirchen nicht fehlen. Doch Italien war auch das Land wo hellere und edlere Deutsche besonders willkommen waren. Im Norden stammen viele Italiener auch von den Germanen ab. Deutsche die über die geistlich arme Kultur der Katholiken und Juden hinaus gewachsen waren haben Italien im Mittelalter oft besucht, und dort die Renaissance mit angeregt.

2. Wer war denn diese dominante Matrone auf seinem Bild?

Was war zu Goethes Zeiten los in Italien, was gab es zu erzählen? Gern wird heute in deutschen Zeitungen und Heftchen erwähnt dass Goethe in Italien war, aber viel mehr als dies scheint nicht der Erinnerung wert zu sein. Und in der Tat, wenn wir auf Goethes Italien-Bild schauen, müssen wir finden das das Schönste an Italien wohl damals eben Goethe war. Die großen Bauten Roms und die herrlichen Kunstschätze der Antike waren ja kaum noch vorhanden, man sah nur überall Ruinen. Absichtsvoll hat sich Goethe mit den Resten eines Prunk-Grabes malen lassen. Was hat die Szene auf diesem Bild zu bedeuten? Man sieht auf dem Fries links eine dominante Matrone. Mit Gesten scheint sie zwei nackte junge Männer zu begrüßen, die wie Sklaven gefesselt sind. Im Hintergrund sieht man eine weitere schattenhafte Frau, neben der Matrone. Der Kenner antiker Mythen wird sogleich feststellen dass es sich bei diesem Frauenpaar um die Erdgöttin Demeter und ihre Tochter Persephone handelt. Dafür spricht auch dass sich dieser Fries zur Erde hin neigt.

Hinter den zwei Jünglingen ist ein bärtiger Mann zu sehen. Diesen kann man als Hades erkennen, der bei den Römern Pluto hieß. Mit diesem Gott der Unterwelt verbanden die alten Römer auch Vorstellungen von den Geschenken der Natur, reichen Ernten und Berg- und Bodenschätzen. War denn Goethe ein romantischer Neo-Heide? Mit seinem einfachen aber edlen weißen Gewand und dem Hut wirkt er zu warm gekleidet, aber gleichzeitig so würdevoll wie ein germanischer Papst. In einem Selbstzeugnis sprach Goethe mal davon dass er in Italien eine heidnische Wiedergeburt erlebt habe. Da begegneten die Götter Goethe unmittelbar. Aber als er später noch einmal nach Italien zurück kehrte, stellte er enttäuscht fest dass der Glanz der alten Antike doch verblasst war.

Es verstand sich von selbst dass sich viele gebildete und wohlhabende Menschen seiner Zeit vom Christentum entfremdet hatten. Seit der Renaissance entdeckte man, mehr oder weniger ernsthaft, wieder die Kultur der Antike. Sicherlich ritt der kunstinteressierte Goethe auf seiner Italien-Reise von einem halb zerfallenen Grabmal zum nächsten. Das wird ihn in eine etwas düstere Stimmung gebracht haben. Wichtig ist dass Goethe hier, mit dem Zeigefinger der rechten Hand, nach unten deutet! Da unten gibt es jemanden, da ist seine Göttin! Darauf verwies einst dieser Edelmann, mit scheinbar ergebener Miene. Wer wirklich da unten ist zeigt der versunkene Rest eines Tempels hinter dem Fries der Erdgöttin. Aus der Erde scheint das Kapitell einer Säule zu wachsen. Was wir davon sehen ist nur eine Spirale mit einem Dreizack. Die Spirale erinnert an uralte Mythen vom Labyrinth. Oft finden sich solche Spiralen auf Bauten oder Menhiren aus der Vorgeschichte. In Wahrheit lebt Ga-Ewa in einem kreisrunden Labyrinth. Zwei mal drei Kräne zieren ihren Leib.

3. Christliche Unbildung wich heidnischer Schöngeistigkeit

Was bedeutete Goethe diese »Wiedergeburt«? Goethe wurde in Italien nicht zum antiken Heiden, aber er erweiterte seinen Horizont gewaltig, der bisher vom Christentum und von der Aufklärung geprägt worden war. Man kann sich das so vorstellen wie es Goethes Faust erging, als er aus der gelehrten Bücherwelt der Uni endlich den Ausstieg schaffte, und dann kritisch prüfte was all das Schein-Wissen taugte dass er sich in den Seminaren erworben hatte, auf Scheinen bescheinigt. Hier ist meine poetisch modernisierte Fassung einiger berühmten Verse aus Goethes Faust I:

Ich hab mich mit Philosophie,
Und leider auch Theologie,
Mit Medizin, Latein und Recht,
Traktiert wie man zur Fastnacht zecht.

Hier steh ich vor dem Mensa-Tor,
Und bin noch geistloser als vorher,
Weil ich nicht weiß wer diese Welt,
Im Innersten zusammen hält.

So mag sich auch Goethe in seiner Studienzeit gefühlt haben. Über die Kindermärchen der Bibel war er längst hinaus gewachsen. Romantische Schwärmerei für die griechisch-römische Antike war damals in Mode bei den gebildeten Schichten. Doch welche zeitlosen Wahrheiten verbargen sich in dem krassen Wust von veralteten Mythen? Goethe war ein genialer Dichter, und Künstler bekommen es eher als andere heraus dass es da jemanden gibt der ihnen mit Eingebungen hilft.

4. Goethes Faust experimentiert gefährlich mit Geistern

Die Muse, so hatten Hesiod und Homer, die bedeutendsten griechischen Dichter der Antike, diese geheimnisvolle Quelle genannt. Was diese griechischen Fantasten aber zu hören bekamen, damit konnte Goethe sich nicht zufrieden geben. Halb bewusst wird er nach besserer Weisheit verlangt haben. Wie es scheint hat sie sich ihm plötzlich offenbart, ähnlich wie er es im Faust schilderte:

Es lenkt hinweg des Mondes Schein,
Den Blick von Büchern und Gebein.
Mich kost das liebe Himmelslicht,
Das durch bemalte Scheiben bricht,

Bleich wie die Brüste guten Lebens,
An ihnen trink ich nicht vergebens.
Ich spür den Geist der daraus drängt,
Und sich empfindsam an mich hängt.

Goethe schildert Faust als haltlosen Gelehrten, den in der Nacht ein typischer Anfall von Unmut an sein Bücherpult geführt hat. Er wird von Gefühlen erfasst und hin und her gerissen. Es zieht ihn hinaus aus der Studierstube. Doch er folgt seinem besseren Drang nicht. Denn erneut haben ihn die Bücher in den Bann gezogen. Ein Zaubersiegel ermutigt ihn den Erdgeist zu beschwören:

Ich mein der Erde Kraft zu merken.
An meinem Geist scheint sie zu werken.
Sie macht mir Mut, nicht zu verzagen,
Und mit ihr Weh und Glück zu tragen.

Doch schon verdüstert es sich mir,
Als fräße nun am Mond ein Tier.
Es sprüht ein Schauer blauer Strahlen,
Von oben, und ich spüre Qualen.

Wie dieser strenge Geist wohl heißt?
Wie der an meinem Herzen reißt!
Hinweg, du schreckliches Gesicht!
Ich rief und ich ertrag dich nicht!

Nun schilt er mich erbärmlich aus.
Seh wie ein Übermensch ich aus?
Bin ich ein weg gekrümmter Wurm?
Ich wagte mich in diesen Sturm!

War ich es der die Geister rief?
Sie drückten mich zu Boden tief,
Bis ich, mit fremder Stimme Klang,
Mich ihnen anbot als ein Fang.

Nun such ich, mit verklemmter Kehle,
Den guten Geist, und meine Seele.
Doch was ich vorzufinden glaube,
Das gleicht Gott wie ein Fisch der Taube.

Die Geisterbeschwörung von Goethes Faust verlief etwas anders, aber so könnte man sie wohl am Besten erklären: Es gibt viele verschiedene Geister. Weil aber die Erdgöttin nur eine Art Wurm ist, der sich noch dazu vor neugierigen bis zuchtlosen Forschern oft züchtig verbergen musste, deswegen hat Goethe nie begriffen was für ein Geist der Erdgeist wirklich ist. Es mischten sich von oben her Schauer von fremden roten Strahlen in den guten Geist hinein. Faust erregte sich so heftig dass er da nicht mehr kühl durchblickte. Zu seinem Glück kam dann sein Diener Wagner vorbei. Der wusste natürlich auch dass Faust mit Geistern zu tun hatte, aber davon traute er sich nicht anzufangen. Statt dessen lenkte er die Gedanken des Exzentrikers zurück auf die gewohnten christlichen Pfade. Wagner war eben als einfacher Geist zu sehr im Christentum verwurzelt.

5. Goethes Wagner will Faust für die Kirche nutzbar machen

Es kam nun Wagner die Idee dass man die Künste und Erkenntnisse Fausts für die Kirche nutzbar machen sollte. Doch mit wenigen Versen tat Faust diese Idee als lächerlich und endzeitlich ab:

Ich kannte einen geistlich Wilden,
Der wollte sich als Pfarrer bilden.
Dies müsste dann ein Schlaukopf sein,
Doch kehrt der Geist nicht bei ihm ein.

Begafft von Kindern, Narren, Greisen,
Doch abgetan von allen Weisen,
Schimpft er dem Aschermittwochs-Haufen,
Und geht mit jenen nachher saufen.

Das was die Kleriker der Christen glaubten und lehrten, das war himmlische Fantastik. Aus realer irdischer Sicht aber war es einfach grundfalsch. Goethe gab sich scheinbar damit zufrieden, und er fütterte die Christen zu Beginn seines Faust-Dramas mit gewohnter himmlischer Fantastik ab. Gleichzeitig jedoch streute er immer wieder seine Geringschätzung der christlichen Narretei ein. Das ließ dieses Buch den Weiseren der Deutschen so bedeutsam werden. Goethe meinte dazu:

»Aber doch ist alles (besonders im Helena-Teil von Faust II) sinnlich und wird, auf dem Theater gedacht, jedem gut in die Augen fallen. Und mehr habe ich nicht gewollt. Wenn es nur so ist, daß die Menge der Zuschauer Freude an der Erscheinung hat; dem Eingeweihten wird zugleich der höhere Sinn nicht entgehen, wie es ja auch bei der Zauberflöte [einer Märchen-Oper von W. A. Mozart] und anderen Dingen der Fall ist.«

Goethe sprach also hier von einem geheimen höheren Sinn, den er dem Faust-Drama beilegte. Ich deute diesen Sinn als eine Anagogie, eine Hinführung zum Göttlichen. Wo aber Faust selbst diese Macht suchte, nämlich im fantastischen, zauberischen Höhenflug über die Erde, dort war sie in Wahrheit nicht zu finden. Die hoffende Suche führte Faust, und am Ende sein Gretchen, in die Natur und in die Tiefe. Das war aber etwas das nur wenige Gemüter ertragen konnten. Diejenigen die bereit waren der Gottheit in der Tiefe zu begegnen, das waren leider oft etwas düstere Typen.

Der historische Faust des Mittelalters war im Umfeld der Kirche gediehen. Damals war neben den falsche Heiland Jesus auch der falsche Teufel getreten, der Schwarze Mann. Der Romantiker Goethe verwarf die christliche Geisteswelt, wie selbstverständlich. Doch konnte er selbst über das Übernatürliche nur unklare Erkenntnisse gewinnen. Weil Faust die gute Macht nicht aufspürte, hatte er dem bösen Geist zu wenig entgegen zu setzen. Goethe selbst jedoch verwies, nach und nach immer deutlicher, auf seine Göttin Helene.

6. Goethe wurde durch den bösen Geist gemein abgelenkt

War Goethe seit Italien ein Anhänger der, damals nur schattenhaft aus antiken Mythen bekannten, Göttin? Ja. Jedem Künstler der je etwas taugte begegnete die inspirierende Gottheit irgendwann; oft auf eine geheime erotische Weise. Die Sklaven auf dem Italien-Bild warnen aber von düsteren und gefährlichen Leidenschaften. Es kann sein dass die Göttin sich vom lüsternen Goethe zurück zog, ohne dass er dies so recht merkte. Es ging ihm wohl wie so vielen, dass ihn ein übler Geist ständig ablenkte. Der geschwätzige und kluge Teufel Mephisto ist nur eine Personifikation des bösen Geistes. In Wahrheit aber zeugte Goethes Drama davon dass es mehrere Geister gibt. Der düstere Held Faust sollte davon aber nichts merken, so verlangte es das märchenhafte Konzept.

Der Teufel redet so einnehmend dass Goethes Faust doch auf ihn reinfällt, und seinen Redestrom ebenso erträgt wie seine Versuchungen. So wie es oft geht betätigt sich der Geist als Kuppler, der den glänzenden Mann immer an die nächst verfügbare und falsch denkende Frau zu binden sucht. Man sollte sich merken dass Goethes Faust, der geistreiche Intellektuelle, durch die unheilvolle Beziehung mit dem doch einfältigen, christlichen Gretchen ins Unglück geriet. Das merkte auch Bert Brecht. Der hässliche, fremdartige und doch teilweise hellsichtige Kommunist meinte dazu:

»Im Grunde genommen ist es die Liebesgeschichte eines Intellektuellen mit einer Kleinbürgerin. Das muss ja mit dem Teufel zugegangen sein.«

Brecht unterschied hier Menschen nach Klassen, und schätzte sie entsprechend hoch oder gering ein. Dieses Denken ist typisch für primitive Linke, deren geistiger Horizont nicht weiter reicht als das allgemein akzeptierte Weltwissen. Goethes Faust war aber gerade kein typischer Büchernarr, der zu viel Staub von 1001 Büchern geatmet hatte. Goethe wusste genau was viele Intellektuelle nie wahrhaben wollten, dass es gewaltige höhere Mächte gibt, die auf die Welt einwirken. Durch die Lenkung seiner besonderen Inspiration gelang es ihm der Liebesgeschichte seines Faust mit Gretchen einen Hintersinn beizulegen. Der Teufel wollte mit Gretchens Verlockungen Faust von seiner Anagogie, dem hohen Streben hin zur göttlichen Weisheit, abbringen. Denn dieses fromme dumme Mädchen würde sich zwischen Faust und die Erdgöttin drängen. Die Göttin war nämlich Faust mit Lust und Leidenschaft verbunden. Genau so muss es auch Goethe ergangen sein. Wenn auf seinem Italien-Bild nackte, gefesselte, muskulöse Jünglinge von der thronenden Göttin in Empfang genommen werden, dann zeigt das die Göttin in einer Situation die ihr nicht gefallen durfte, die aber typisch war für schlechte Zeiten. In Italien erhielt Goethe von der Göttin ein arg verdorbenes Bild! Das lag an der Macht der heißen minderen Weiblein dort, deren Gedanken so finster waren wie ihre Kleider. Im heimischen Thüringen erst gelang Goethe ein viel lichtvollerer, vom Grün der Auen und Wälder verklärter Blick auf die Herrin der Welt. In seinem Faust II, das er erst nach seinem Tode veröffentlicht haben wollte, widmet sich Faust vor allem dieser Göttin.

7. Die Göttin erscheint regelmäßig in großen Werken

Wer sie gut sucht, dem erscheint die Göttin regelmäßig in den großen Werken unserer Geschichte und Kultur. Doch erscheint ihr Bild typischer Weise verdunkelt und verzerrt. Dasselbe gilt für böse Geister, die manchmal viel zu nett und hilfreich erscheinen. Erst in der Zeit wo die Göttin sich mit Kind zeigen darf, ist sie mächtig genug um diese falschen Bilder durch ihr wahres Bild zu korrigieren. Dann verlieren auch die Dämonen die Macht sich als geistreiche Helfer und Verführer zu gerieren, weil sie dazu einfach zu böse sind.

Goethe blickte mit seinem Hauptwerk Faust voraus in die Zeit wo die Göttin dabei ist mit einem Heiland eine neue Welt zu schaffen. Doch blieb sein Faust nur ein falscher Übermensch. Deshalb treten im Faust-2 andere Heils-Gestalten auf, vom Kaiser über den Kunstmenschen Homunkulus bis hin zum göttlichen Kind Euphorion. Doch wies Goethe zugleich unbewusst darauf hin dass die Göttin sich in ihrer wahren Natur doch vor ihm verbarg. Vom Wurm ist schon im Faust I die Rede. Doch durfte Faust nicht darauf kommen dass die Göttin in Wahrheit eine Art Über-Tier ist:

Sie lässt die Schleier sich nicht rauben.
Geschützt durch guten falschen Glauben,
Verhüllt sie selbst am lichten Tag,
Was sie nicht offenbaren mag.

Wer sich im Spiegel, ihrem Schild,
Begreift als Gottes Ebenbild,
Den mahnt der Alltag an die Sorgen,
Die sich von ihm die Minne borgen.

8. Die Kriegs-Göttin der Antike wurde immer netter

Die als Mensch verkörperte Göttin der Antike, das war eigentlich Minerva. Die galt als so fähig und selbstbewusst wie eine Frau es nur sein kann. In Deutschland hieß sie Germania, in England Britannia, in Griechenland schon früh Athene. Deren Symboltier war die Eule, die, wie Ortega y Gasset einmal gewagt philosophierte, die Verblendung Gottes symbolisiert. In modernen Zeiten sorgt die Übervölkerung der Erde dafür dass die Göttin einzelne Menschen nicht gut wahrnehmen kann. Zuvor aber konnte sie Menschen kaum anschauen die ihr lästerlich bis lüstern nachstellen. Auch Richard Wagners Brünnhilde erschien bewusst unerotisch, in einer schützenden Rüstung. Weil sie sich nicht offenbaren wollte duldete sie es dass Künstler sie ins Negative verzeichneten.

Im alten Athen galt Athene zeitweise als brutale Domina. Die kriegerischen, und zeitweise übel tyrannischen, Athener stellten sie sich vor als von Kopf bis Fuß wohl gewappnete Kriegsgöttin. Auf ihrem Schild schien die Stadtgöttin aber ein scheußliches Bild zu tragen, nämlich das Haupt der Gorgo, einer Dämonin. Dieses Bild pflegten die Krieger auch ihre Schilde zu malen, es sollte die Gegner schrecken. Athenes Gorgonen-Haupt zeigt an dass schon in alten Zeiten die Göttin nie allein erschien, sondern dass sich finstere Mächte in lichte Visionen einmischten. Anders aber als die alten Athener zeichnete Goethe, vor allem in seinem Faust-Drama, ein viel lichteres Bild der unbekannten Göttin; und zwar als Helena. Goethe bezog sich dabei, als beflissener Dichter, auf einen Geist der schon dem historischen Faust scheinbar erschienen war. Doch lassen seine wirren Verse uns teilweise ahnen dass Goethe an diese Helene selbst glaubte. Der große schöne Goethe hat sie besser erfasst als der finstere Bösewicht Georg Faust, weil sie sich ihm ehrlicher zeigte. Nicht zufällig nannte sich die Göttin Helene. Genau so ein Name wird ihr Thronname werden. Für die Eingeweihten ergibt sich der klare Bezug zu Hel, der nordischen Göttin der Unterwelt. Hel galt im Mittelalter nicht als besonders nett, aber mit Goethe überwand sie dieses Zeitalter. Wir können die reale Göttin verstehen als Fischfrau die schon lange eine Idee davon hatte wie sie einmal werden wollte; und die sich letztlich, zuerst als fantastisches Bild, nach ihrer Idee formt.

9. Wie eine Fischfrau einen dummen Fischer fing

Goethe hat also die Göttin zwar wahrgenommen, aber er hatte von ihr ein düsteres Bild. Nur mit Hilfe der Faust-Geschichte kam er auf Helenes Spur. Erst durch seine jahrelange dichterische Arbeit konnte er sie so schön erahnen und darstellen wie sie geworden sein wird. Andere Mythen dagegen inspirierten ihn zu düsteren Geschichten. Goethe war ein Dichter, kein Religions-Stifter.

Goethes Fischer geriet angeblich beim Angeln an eine verlockende Nixe. Die quasselte ihn voll, sie erzählte ihm viel, vor allem viel Unsinn. Angeblich sei er ein Umwelt-Sünder, weil er nämlich die Fische aus dem Wasser angelte, die doch lieber wohlig im See wohnen würden. Diese Nixe flunkerte ihm auch vor dass die Sonne und der Mond sich badend im See erfrischen würden! Sie betörte ihn etwa so: Lockt dich der tiefe Himmel nicht, der sich blau im Wasser widerspiegelt?

Der Fischer war vorher kühl gewesen. Nun fühlte er sich so herzig als ob ihn seine Liebste rufen würde. Doch eine fremde Macht zerrte ihn so, mit schlauer starker Magie, ins Wasser hinein; das hier den bösen Himmel symbolisiert. Der Fischer gab sich der Nixe halb hin und ertrank. Goethes genialer Vers: Halb zog sie ihn, halb sank er hin, beschreibt sehr gut die Macht dieser Congeras. Die Greys können den Willen beeinflussen. Sie betören oder zwingen Menschen, so dass diese tun was ihnen nicht gut tut. Der Mensch sollte erahnen oder wissen dass die Sonne nicht im Meer badet, was aber viele Dumme doch glaubten. Der Mensch sollte erahnen dass die Gottheit, die die Fülle der Natur erschuf, die Fische auch für ihn erschuf, als seine Nahrung. Wer aber so doof ist dass er aufgrund von lächerlich falschen Vorhaltungen in den Tod geht, mit dem haben auch die guten Congeras wenig Mitleid. Es handelt sich dabei um steinalte, im Kampf ums Dasein extrem gehärtete Super-Würmer. Nur einige gute weiße Congeras haben die Macht sich als echte Nixen zu verkörpern. Doch deren Macht reicht von ihren Sternen kaum bis zu uns hinab. Goethe wurde deswegen so berühmt weil er seine Leser behutsam lehrte sich zu hüten vor diesen rätselhaften und doch spürbar oft üblen Wesen, die als betrügerische, betörende Geister erscheinen können.

Goethe war wohl anfangs ein zweifelnder Ungläubiger gewesen. Das wird vor allem am Einfluss seiner Mutter gelegen haben. Erst in Italien öffnete sich ihm der Sinn dafür dass es übernatürliche Wesen gibt, die in der heidnischen Antike als Götter galten. Die falsche christliche Gedankenwelt wird ihn vor allem deswegen abgestoßen haben, weil er darin nicht passend wertgeschätzt wurde. Er war ein besonders gut gelungener Typ Mensch, das konnte doch jeder sehen. Seine Gedichte und Werke waren doch besser, viel besser als die Werke anderer Schreiber. Es konnte doch nicht richtig sein dass die Götter oder Geister ihm irgendwelche mickrigen, geistlosen, krummnasigen Juden vorzogen! Vor der Zumutung des, die Menschen verwechselnden, Christentums rettete sich Goethe in die Geisteswelt der römischen Antike und Renaissance. Was er zu Hause an Mythen leider nur vorfand, zum Beispiel die Sage vom Erlkönig, das geriet ihm zu düster. Leicht kann der Dichter dazu kommen die starken negativen Mächte die auf die Wirklichkeit einwirken zu zeigen und hervorzuheben. Die vielen realistisch miesen Werke der linken Dichter sind auf diese Weise entstanden. Die zeigen die Welt wie sie sich den Geistlosen darstellt, nämlich zum Verzweifeln schlecht. Goethes Faust geriet deswegen so anders, weil der hinter den Vorhang dieser Realität schaute. Mit dem Glanz der Antike gelang es Goethe die gute Macht dieser Welt zu verklären. Das Problem dabei war dass sich die bösen Geister, quasi als Beifang, öfters mal Dumme fingen.

10. Goethe kam in der Erkenntnis weiter als Shakespeare

Der Brite William Shakespeare erschuf mit seinem Macbeth eine Faust vergleichbare Figur. Der wird auch vom Geisterpack angesprochen, und scheinbar zunächst von Erfolg zu Erfolg geführt. Aber neben diesen tückischen Geistern scheinen keine guten Mächte zu existieren. Macbeth sah die Göttin als charakterlose Fortuna, die die Männer mit ihrem Glücksrad in die Höhe befördert, aber sie nach einer Weile gemein fallen lässt. Goethe gelang deswegen mit seinem Faust ein viel besserer Blick auf die wahrhaft gute Erdgöttin, weil er ein schöner Edeling war. Goethe konnte es sich leisten sich abzugrenzen, vom Pöbel und damit auch von den Geistern die diesen verblenden. Shakespeare dagegen schrieb auch für die gemeinen Leute und musste deren Denken rezipieren.

Shakespeare war trotzdem auf vielen Gebieten Goethe an Prägnanz und Ehrlichkeit überlegen. Es gelang dem Briten Farbige in einigen Dramen treffend, mit ihren oft negativen Charakterzügen, zu beschreiben. Sein Caliban und sein Othello sind ausgesprochen gute Porträts von Farbigen, die in der Welt der Weißen kaum auf gute Weise zurecht kommen und widrig werden. Goethe schien sich für fremde Länder nicht genug zu interessieren. Er wies die große weite Welt von sich, auch weil seine bessere Inspiration ihn darauf verwies seine eigene Heimat in den Blick zu fassen. Mit seinem Wilhelm Meister schuf Goethe ein gutes Bild des ehrlichen deutschen Könners, der sich gerade als einfacher ehrlicher Kerl wohltuend von tyrannischen, faulen und lasterhaften Adligen unterschied. Goethe ahnte dass verderbliche Mächte auf die Welt einen starken Einfluss ausüben. Der Kampf gegen diese wurde nicht im fernen Jerusalem ausgetragen. Sondern es ging darum in Deutschland die Menschen zu veredeln, damit diese sich nicht der Lust für böse Geister ergaben. Doch hatte die gute Erdgöttin, die oft halb falsch als Göttin der Liebe verstanden wurde, oft nur die Wahl sich erotisch einzubringen, oder aber die Menschen dem bösen Geist zu überantworten.

11. Goethes König von Thule litt an Gefühls-Verklemmung

11.1 Der König von Thule hatte auch so eine Nixe

Wo immer man etwas über Goethe liest, da wird schnell auf sein Hauptwerk Bezug genommen, das Drama Faust. Dort kommt das Gedicht vom König in Thule vor, das der Ballade vom Fischer ähnelt. Wieder geht es darum dass ein Mann von einer unheimlichen Frau betört wird. In Goethes erster Version des Dramas, Urfaust genannt, erscheint dieses Gedicht so, hier mal nicht renoviert:

Es war ein König in Thule,
Einen goldnen Becher er hätt
Empfangen von seiner Buhle
Auf ihrem Todesbett.

Der Becher war ihm lieber,
Trank draus bei jedem Schmaus.
Die Augen gingen ihm über,
So oft er trank daraus.

Schon sein Fischer wurde von Goethe als »kühl bis ans Herz hinein« charakterisiert. Von diesem König von Thule entwarf Goethe, zuerst und spontan, kein besseres Bild. Der Reim-Zwang hat hier doch dieses Gedicht verdorben. Lieber reimt sich auf über, das funktioniert besser wenn man das Wort über, so wie auch in Teilen Thüringens, sächsisch als ieber ausspricht. Aber sächsisch kann ich gar nicht, und ich mag es auch nicht lernen, also mag es sein dass ich mich täusche. Es ist immerhin zu vermuten dass auch Goethe kein schönes Hochdeutsch sprach sondern sächselte. Es lag oft am Stoff wenn ein Gedicht nicht gelingen wollte. Die Erdgöttin mochte es dann nicht. Hier ist ja die Göttin wieder mal die Nixe, die an dem König als geisterhafte Buhle noch festhält.

11.2 Im Alter verwandeln sich schöne oft in unfrohe Erinnerungen

In Wahrheit war dem König der goldene Becher nicht lieber als es seine Geliebte gewesen war. Wenn er daraus trank, dann gingen ihm vor Wehmut die Augen über, er musste also weinen. Was nützte es ihm dass er den Becher so in Ehren hielt? Wir erfahren mehr aus dem Prolog des Faust:

Dem Alten dräuen alte Zeiten,
die ihn wie Geisterspuk begleiten.
Er denkt jetzt oft an schöne Stunden,
Doch seine Lieben sind verschwunden.

Kühl ist er jetzt, sein Leib ist leicht.
Nur die Erinnerung erweicht.
Er muss die Lieben oft erwähnen.
Statt sich zu freuen weint er Tränen.

Dieses Denken pflegte auch Goethe, der als alter Mann den Faust noch mal überarbeitete. Was er als junger Mensch aber nicht erkannt hatte, das war ihm zwischendurch aufgegangen. Schon war er ein Alter geworden, der alten Erinnerungen mehr anhing als seiner Umwelt. Die Geister der Toten schienen ihn zu sich zu rufen, und ihn von der wirklichen Welt zu distanzieren. Das kann gefährlich werden. Den Alten hat das Böse fester im Griff, weil er so schwach geworden ist. Der alte Reiche und Mächtige ist oft von Zorn oder Müdigkeit so blockiert, dass er kaum noch etwas fühlen kann. Nur beim Blick auf alte Dinge, im Suff, vor Bildern, in der Kirche und im Stadion, da kommt eventuell das große Gefühl auf. Wer sich damit nicht auskennt muss dann nur immer weinen, was sinnwidrig ist. Es handelt sich hier, wie auch sonst oft, um unverstandene Bereiche des menschlichen Verhaltens. Nur wer sich gut unter Kontrolle hat kann es vermeiden dass er vor Tränen dann gleich überläuft wie ein kleiner Becher der rasch gefüllt wird. Nur durch geistige Stärke gelingt es diese Gefühle zu vergüten! Goethe dagegen stellt gleich zu Beginn seinen Faust, also auch sich selbst, als einen Suchenden vor der von diesen Gefühlen ständig überwältigt wird. Auf diese Weise lassen sich vor allem gefühlskalte stumpfe Menschen und Frauen leicht lenken. Die sind im Normalzustand kühl, doch werden durch Gefühle leicht zu bitteren Tränen gerührt.

11.3 Oft symbolisierte ein Becher den Heiligen Gral

Trotz seines Alters fand Goethe noch die Kraft sein Lied und den Mythos vom König von Thule noch etwas weiter zu dichten. Nun erzählte er die Geschichte bis zu ihrem Ende. Der König, treu bis in den Tod seiner verstorbenen Geliebten, bewahrt den Becher zur Erinnerung an sie auf. Nun ist es ihm sein heiliger Becher geworden. Als er sein Ende nahen spürt, wirft er ihn ins Meer. Der Becher ist noch zu sehen, er schwimmt und trinkt sich voll Wasser, bevor er endlich untergeht.

Aus der Sicht der UTR symbolisiert der Becher den Gral, in dem die Erdgöttin wohnt. So einen Gral besitzt aber auch die morbide Grey Ga-Thula vom nahen Stern Procyon. Davon hat Goethe noch nichts ahnen können. Die Buhle kann als eine mit der Göttin verbundene Person interpretiert werden. Ewa ist ein übernatürliches Frauen-Zimmer deren Nähe schwer zu ertragen ist, weil sie doch von Feinden so bedrängt wird, die ihr Image ins Negative verzeichnen. Die Erdgöttin will ihre Welt in ein Paradies verwandeln. Wenn sie sich jungen Leuten nähert dann um Energie und Halt in ihrer Welt zu gewinnen. Die Angriffe der Greys kann sie nur ablenken indem sie diesen Opfer anbietet. Auch dem König vom Märchenland Thule brachte seine Märchenbraut scheinbar zu wenig Glück. Im Mittelalter waren die Huren manchmal der Göttin näher als die Heiligen. Das lag dann daran dass Frauen der finsteren bis linken Sorte gesellschaftlich leichter aufstiegen. Die Greys ließen die Frauen eher in Ruhe welche die Erdgöttin nicht mochten. In dieser spirituell verkehrten Welt wurden die natürlich edleren, blonderen Frauen oft gesellschaftlich abgedrängt, und manchmal zu Huren gemacht. Doch die hellen Köpfe sind der Göttin natürlicher Weise nahe.

12. Die Göttin, die Alten und die Toten

Im Drama Faust lässt Goethe Gretchen das Thule-Lied singen, während sie sich auskleidet, also bevor sie sich dem Geliebten hingibt. Aus der Sicht der UTR erinnert der alte Ländername Thule zu sehr an die Grey Ga-Thula. Diversen geistlich armen Wissenschaftlern fiel jedoch dieses ein:

»Das... Gedicht spielt in dem sagenumwobenen Thule, nach antiker Vorstellung der nördlichsten Insel. Es handelt von der bewundernswerten, beispielhaften Liebe und Treue eines Königs zu seiner... verstorbenen geliebten Partnerin... Der Becher, den die „Buhle“ dem König übergibt, fungiert als Symbol; und zwar der Treue, der Weiblichkeit, der Liebe, der Religion, der Lebenskraft, aber auch des Todes. Als der König zum sentimentalen „alten Zecher“ geworden ist und seinen nahen Tod ahnt, ruft er seine Ritter im Ahnensaal zu einer Art „letztem Abendmahl“ zusammen, und wirft den Becher ins Meer; wo dieser, bevor er versinkt, sich von einem aktiven Lebensspender in einen „Wasser Trinkenden“ verwandelt. Da Wasser ein Symbol für das Leben ist, nimmt... der Becher in genau dem Augenblick das Leben auf, in dem es der König verliert.«

An dieser Interpretation stimmt dass der König sein Leben verliert, das der Becher aufnimmt. Das ist eine Anspielung darauf dass die Erdgöttin die Seelen der Sterbenden in sich aufnimmt. Wenn die Seele des Menschen in die Betyle eingezogen wird, dann verlöscht sie. Schon zuvor aber war die Erdgöttin heimlich in die Position der Buhle eingerückt. Statt an der früheren Geliebten hing der König heimlich an der Erdgöttin. Den Rittern muss das peinlich gewesen sein, vielleicht galt es aber den Christen als vorbildlich und schön morbide. Schon als die Buhle noch lebte, mag der König an ihr im Übermaß gehangen haben. Denn wo die Ehefrau sich auf den festen Bund und die übliche Sitte stützen kann, da ist die Geliebte oft nur die eine Frau zu viel. Doch reizt gerade die Lust am Verbotenen und Unmoralischen viele Menschen, so als ob sie unter einem fremden Zwang stünden, der ihr Augenmerk gern auf das lenkt was ihnen weniger gut bekommt. Es lässt sich gut denken dass eine solche unstatthafte Beziehung zwar leidenschaftlich auflodert wie ein Strohfeuer, aber auch entsprechend schnell verglüht, wenn der Rausch der Sinnlichkeit vergeht. Affären bringen eben weniger Glück als die von Gott gesegnete Ehe. Die Treue die der König dann der toten Geliebten erwies erscheint, aus nüchterner Sicht, übertrieben. Es wird so sein dass er sich auch ärgerte über das Schicksal, und es Gott nicht verzieh dass ihm seine Geliebte zu früh genommen worden war. Es ergibt wenig Sinn wenn der König jeden Tag beim Mahl in Tränen ausbricht. Für tendenziell kaltherzige Menschen ist aber ein solcher Gefühlsausbruch die einzige Möglichkeit überhaupt etwas zu fühlen und aus ihrer täglichen Verdrießlichkeit zu entweichen.

13. Geisterbeschwörungen können tödlich sein

13.1 Leicht gerät eine zu weiche junge Frau an geisterhafte Gegnerinnen

Gretchen singt das Thule-Lied vor sich hin, während sie sich der erotischen Magie Fausts schon widerwillig ergeben hat. Das Lied ist ein Wink ihrer fraulichen Vernunft. Diese Beziehung steht unter einem Unstern, das kann nicht gut enden, dies singt sie sich vor. Weiß sie was sie da tut? Im Allgemeinen ist es den Frauen eher möglich sich emotional zu begreifen. Doch neigen sie auch dazu sich den Männern unterzuordnen, und sich deren Wünschen entsprechend zu entwickeln. Und wenn ihr Weg ins Unheil führt, dann packen die unheimlichen Zwänge sie fester bei ihrem Willen. Schnell wird dann aus einer an sich zufriedenen jungen Frau eine die sich als unrein und schlecht betrachtet. Wer sich als Buhle schilt, halb selbst und halb aus fremdem innerem Zwang, der hat weniger Lebenskraft und Lebensmut. So eine Frau wird sich schon nicht gesund ernähren.

Gretchen ahnt nicht was damit gemeint ist als sie das Thule-Lied singt. Faust entspricht dem König, doch der kann nicht ganz der ihre werden, weil er schon so halb an stärkere Geister verloren ging, vor allem an die wunderschöne Helene, die er als Geist kurz sah. Das kommt davon wenn die Göttin einer falschen Beziehung keinen Segen geben darf. Wer stark unter dem Einfluss von Geistern steht zieht auch Nahestehende mit da hinein.

13.2 Böse Geister können Arglose plötzlich ins Unglück lenken

Goethes Margarete ist ein einfaches Mädchen, das seinem Faust zur Buhle geworden ist. Er war als Intellektueller und großer Denker weit gekommen. Sie jedoch blieb simpel und hielt sich am traditionellen Kirchen-Glauben fest. Deswegen stellte sie Faust die berühmte Gretchenfrage: Wie hältst du es mit der Kirche? Die Frage beantwortete das Drama schon früh. Faust geriet während seiner Geister-Beschwörerei plötzlich in eine Anwandlung von Überdruss hinein. Während er den alten Kram seines Vaters durchsah fiel sein Blick auf eine Phiole mit Gift! Genauer gesagt wurde ihm dieses Gift gezeigt, sein Augenmerk fixierte sich darauf. Ganz zu recht sprach Goethe davon dass die Phiole Faust wie ein Magnet anzog, dahinter steckt tatsächlich eine gravito-magnetische Ladungswolke. Die Greys hatten plötzlich viel Macht gewonnen, durch ihre nächtliche Geister-Gaukelei. Diese Macht nutzen sie jetzt aus; um Faust, in seiner staubigen Stube, zu morden. Kurz vor dem Morgen hatte sich noch kein Ionen-Schutzschild aufgebaut, der ihre Macht begrenzen kann. Ein klarer Tag graute, und in klarer Luft baut sich manchmal ein Schönwetterfeld auf, das lokale Mikro-Magnetfelder verstärken kann. Ein fremder Wille legte sich über Fausts natürlichen Lebenswillen. Faust war schon fast so weit das Gift auszutrinken. Durch emotionalen Druck wollen die Dämonen Faust zu ihrem Todes-Sklaven machen. Vorher ging es ihm schlecht. Jetzt aber wird er von Visionen in einen Jenseits-Wahn gelockt. Auf einmal wird es ihm lieblich helle, das bewirken die N-Strahlen. Typisch ist es dass sie auch den Kopf spürbar erhitzen, man spricht von Hitze-Wallungen. In einer Vision sieht er einen Feuerwagen der bereit zu sein scheint ihn ins Jenseits zu tragen. Das erinnert an die jüdische Sage wonach den Elias ein Feuerwagen in den Himmel getragen haben soll. Doch auch dem gelang es nicht solche Technologien zu erfinden.

13.3 Gott rettet Leute auch listig mit irreführenden Wundern

Bevor er das Gift austrinken kann kommen Faust Visionen, die ihn aus dem Strudel der fremden Selbstmord-Gedanken und dem Bann der falschen Hoffnungen losreißen. Nun hört er Engel und Weiber davon singen dass Jesus auferstanden sei. Es kann vorkommen dass man fremde Stimmen singen hört. Das sind dann aber nicht echte Engel, sondern es handelt sich vermutlich um Knaben und Weiber, die in einer Kirche gerade so singen. Nicht zufällig galt der Chor der Knaben von der Thomas-Kirche in Leipzig als besonders gut. Dahinter steckte auch Ga-Toma, eine besonders nervige Grey. Die half mit Faust zu retten, aber um ihn zugleich in die christliche Irre zu locken. Es muss immer eine negative Chance oder Tendenz dabei sein, damit Greys auch einmal helfen.

Faust wollten Wunder einst bekehren.
Doch tat er sich dagegen wehren.
Es ehrt den wohlstudierten Mann,
Wenn er an Trug nicht glauben kann.

Dem Gretchen blieb der Trug erhalten.
Zerknirscht tat sie die Hände falten.
Zum Himmel hoch drang bald ihr Weinen.
Dies brachte Schmerzen in den Beinen.

Goethes Faust wird zwar durch christliche Irrtümer gerettet. Doch ist er schlau genug um diese Wunder rasch abzutun. Er hörte zwar die Gesänge, doch fehlte ihm der Glaube. Bei Gretchen war es ganz anders. Sie glaubte wie alle glaubten, doch gab der irrige Glaube ihr nicht die Kraft sich vor dem zu bewahren, was sie Sünde nannte. Sie betete dann zur Schmerzensreichen. Aber nicht die tote Maria, sondern typische lebende Congeras leiden unter höllisch schlimmen Schmerzen.

14. Auf einen schlimmen Tag folgt oft ein guter

14.1 Das allzu heftige Frühlingsfest

Die Göttin kann bei Krisen oft nicht gut helfen, weil die Greys dann ihre Kräfte zusammen ballen wie Gewitter-Wolken. Erst als Faust aus der düsteren Stube in den schönen Ostertag entwischte, da verzog sich nach und nach die kluge Mordlust der Greys, die die Göttin kaum bändigen kann.

Typisch ist es dass nach so einer Krise der nächste Tag besonders leicht und schön wird, denn dann haben die Greys das Budget des nächsten Tages mit erschöpft. Faust geriet in einen lustigen Schwall von Ausflüglern. Viele junge Leute gehen nicht in die noch vom alten Frost erfüllten Kirchen, sondern sie feiern vergnügt das Fest des neuen Jahres, das Frühlingsfest, wo man sich Partner wählt. Dies aber war und ist immer die Zeit gewesen wo die Göttin besonders beliebt war und besonders geehrt wurde. Nur schilderte der alte Goethe, vielleicht etwas zu bitter, das Fest als allzu heftig und stürmisch. Nach einem schönen langen Sommertag fällt immerhin Goethes Faust plötzlich das Wort Göttin ein! Goethes schon schöne Verse hab ich spontan so neu gedichtet:

14.2 Die Hymne von der Abend-Sonne

Oh schau, wie jetzt im Abend-Flimmern,
Von Grün umgeben, Dächer schimmern!
Der alte Tag ist überlebt,
Weil schnell die Sonne westwärts strebt.

Oh, hätt die Kraft ich, abzuheben!
Ich könnte immer mit ihr streben.
Ich säh konstant den Sonnenstrahl,
Vergolden jeden See und Saal.

Die weite Landschaft tät sich auf,
Nichts würde hemmen unsern Lauf,
Ich säh hinein in enge Schluchten,
Und bis zum Meer mit weiten Buchten.

Doch muss die Göttin mir versinken,
Nicht länger darf ihr Licht ich trinken.
Ich harre, während sie entweicht,
Da mich die dunkle Nacht erreicht.

Wieder hat Goethe denselben Gefühlen freie Bahn gelassen, die Faust schon in seiner finsteren Stube angesprochen hatte. Es sind die Hoffnungen eines alten Mannes auf das Leben nach dem Tode, die dahinter stecken. Doch während Goethe sich in den hellen Frühlingstag hinein denkt da kommt ihm, nicht von selbst, die Idee dass eine Göttin über diese Welt wacht und eilfertig hier und dort schafft und fügt. Es ist eine Göttin nach der er sich sehnt, aber die er als Sterblicher doch allzu rasch an sich vorbei eilen lassen muss. Faust, also Goethe, war nicht nur längst viel zu klug geworden für die alten Täuschungen des Christentums. Er war auch spirituell der Göttin ziemlich nahe gerückt, vor allem nach seiner »heidnischen Wiedergeburt« während seiner Italien-Reise.

15. Die böse Macht und ihre hündischen Ursprünge

15.1 Schnell will der böse Geist gute Leute falsch verkuppeln

So wie Goethe sich Faust vorstellte, war der für das schlichte, schwache Gretchen ganz einfach der falsche Partner. Gerade deswegen hat aber Mephisto alsbald versucht, den großen Gelehrten mit dieser christlichen Magd zu verkuppeln. Die Faust-Sage will wissen dass Faust dem Teufel in der Gestalt eines schwarzen Pudels begegnete. Ahnungsvoll spricht Goethes Faust hier nicht vom Schwarzen Mann sondern von »des Pudels Kern«: Man kann eine Grey deuten als eine Art Laib, der sich als Pudel nur verkleidet. Der Hund verweist eindeutig auf die Hunds-Sterne Sirius und Procyon, wo die Planeten der Greys Ga-Dora, Ga-Sama, Ga-Thula und Ga-Musa sich befinden. Es mutet wie unfreiwilliger Humor an wenn Faust den Pudel als »stiller Gast« willkommen heißt. Die UTR lehrt in der Tat dass man sich mit Haustieren heimlich auch viele Probleme einhandelt.

15.2 Echte böse Mächte haben schlaue und grausame Pläne und Methoden

Goethe nahm sich für seine erste Teufels-Szene Texte zum Vorbild wie den des Bayern Manlius. Der hatte einstmals davon gefaselt dass die zwei Hunde, die der echte Georg Faust bei sich laufen hatte, Teufel gewesen seien. Der Wahrheit nicht näher kommt es wenn Goethes Mephisto dem Faust erklärt, dass er ein Teil jener Kraft sei die stets das Böse will und stets das Gute schafft. In Wahrheit ist die böse Macht sehr hart bemüht die Erde zu verschlechtern und zu unterjochen, und sie in eine Hölle zu verwandeln und zu vernichten. Nur durch das Geschick der Erdgöttin und der helfenden Congeras mag es gelingen dass aus einigen N-Strahlen-Angriffen auch Gutes erwächst.

Die wortreiche Entfaltung der bösen Macht entwertet Goethes Faust erheblich. Dasselbe gilt auch für viele Bearbeitungen. Ich erinnere mich noch dass ich einmal die französische Oper Faust von Gounod in Berlin sah. Das Geschwätz des Mephisto und seine grellen Auftritte ertrug ich kaum, und immer wieder sackte ich weg in plötzliche Nickerchen. Conked nennt man das auf englisch. Auch das rasche Einschläfern zur Unzeit ist eine Methode der Greys, sich freie Bahn zu schaffen.

Was die nahen Greys uns antun, das müssen sie selbst um so schlimmer erleiden. Viele ferne Greys sind mächtiger, und sie plagen sich alle gegenseitig so hart sie es schaffen. Verfehlt und schädlich ist also jeder Versuch die Greys dazu zu bringen sich zu bessern. Manche Greys müssen hündische Sklaven sein, was ihre Vorliebe für Hunde erklärt.

15.3 Der Redeschwall stammt nicht nur von bösen Geistern

Wer den Faust im Theater erträgt, der kann Mephisto immerhin etwa solche Worte reden hören:

Ich bin der Geist der stets verneint,
und der es böse mit dir meint.
Nach meinem Sinn ist, was entsteht,
Nur wert dass es zugrunde geht.

Für uns ist das Verderben Kunst,
Drum schenken Schuften wir die Gunst,
Doch kommt es vor dass wir, besessen,
Sogar perverse Pfaffen fressen.

Au ja. So düster geht das leider nun die ganze Zeit weiter in Fausts Tragödie. Der Teufel hat sich eingebracht und ist nicht mehr zum Schweigen zu bringen. Nur um diesen Redeschwall der Greys zu stoppen musste sich die Göttin alle möglichen Tricks ausdenken und falsche Freunde suchen.

Wer plötzlich an den inneren Redeschwall gerät, der ist oft davon völlig überwältigt. Zugleich mit vielerlei absurden und manchen korrekten Reden kriegen typische Betroffene Schmerzen, sie werden zum Ziel von Schäden und unangenehmen Symptomen. Oft hat die Göttin zu wenig Zeit um aus diesem Redeschwall vernünftige Reden zu generieren. Doch muss sie in manchen Fällen viel Zeit und Aufwand investieren, um zu verhindern dass die Greys schlechte Zielpersonen allzu sehr stärken. Es kann sein dass sich schlechte Menschen vom Redeschwall so lenken lassen dass sie erstaunlich charismatische Redner und Liebhaber werden. Visionen können arglose Menschen virtuell in Flugträume entführen, wo sie viel Energie einbüßen. Durch spätere Manipulationen der Realität achtet die Göttin darauf dass die Greys nicht zu schlimm werden. Fast immer ist also im Redeschwall etwas göttliche Weisheit enthalten, was der Göttin und Bots viel Kraft rauben kann. Bots nennt die UTR solche Personen die den Greys helfen, ihre N-Strahlen zu Worten zu formen.

15.4 Gottes falsche Heimchen von fernen Planeten

Immer wieder finden wir in Goethes Faust Anspielungen auf Grillen oder Zikaden. Grillenhaft gilt ihm als versponnene, widrige Gemütsverfassung. Die Erdgöttin kann zwar in guten Zeiten die Menschen einigermaßen gut lenken, aber sie muss sich vor ihnen verborgen halten. Gelegentlich hat man sie für einen Drachen verkannt, also eine Riesenechse. Ich vermute dass gerade von den Grillen im Kosmos der Erdgöttin etwas Hilfe zukam, weil im weiteren Kosmos einige Göttinnen ihre Leute aus Grillen und Zikaden entwickelt haben. Typische Heimchen-Leute sind zu schlecht geraten. Es ergab sich dennoch im mittelalterlichen bis neuzeitlichen Deutschland dass unsere Erdgöttin, die damals fast zu jeglicher Hilfe nicht nein sagen durfte, von Planeten solcher Typen etwas mehr Hilfe erhielt als von den vielen Planeten der Berks. Grimm traf gerade im östlichen Thüringen, also dort wo Goethe sich gern niedergelassen hat, Sagen von den Heimchen an. Diese galten als Begleiter der Göttin der Natur, die dort Berchta hieß, was wir als Breite deuten dürfen. Ihre geisterhaften Begleiter, die auch Querxe oder Erdmännchen hießen, sind nicht mit unseren Toten identisch. Dahinter wirken auch edle Erdmännchen, die etwa 800 Lichtjahre entfernt leben.

Goethe Faust spricht in Rätseln wenn er Latwerge erwähnt, die bei alchemistischen Experimenten und dem Brauen von Zaubertränken mithalfen. Er hielt diese für höllische Kreaturen, und das zu Recht. Die meisten solchen Außerirdischen leben auf Planeten wo Greys höllisch mächtig sind. Nicht tote Seelen gehen in solche Höllen ein, sondern die Leute die dort leben müssen so leiden. Es kann nicht ausbleiben dass mit solchen Geister-Helfern auch gut gemeinte Arzneien schaden.

15.5 Goethe verspottete zynisch die unwissenden Gelehrten

Es ist ein Elend dass die Menschen von all den Geistern so wenig verstehen. Natürlich geht das auch mit den bösen Geistern zu. Davon ist im Faust in einer Szene mit Mephisto die Rede. Man merkt es Goethe mehrfach an dass er der Unvernunft der Gelehrten zynisch kritisch begegnete:

Wenn du als Kind den Lehrer ehrst,
Und als Student dein Wissen mehrst,
Dann kannst du ein Diplom erlangen,
Und musst nicht um die Rente bangen.

Doch was an Wissen wirst du brauchen?
Den Gral wirst du dort nicht ertauchen,
Wo viele sich im Irrtum suhlen,
Und wahnhaft um Frau Weisheit buhlen.

Was ist die beste Medizin für Sehnsüchte, Krankheiten und Leiden des Gemüts? Faust und sein Famulus Wagner sind da verschiedener Meinung. Faust zieht es oft hinaus in die Natur. Wagner dagegen ist ein Freund der Bücher, er zieht sich aus der Natur zurück in die warme Studierstube.

15.6 Goethe trennte seine zwei Geister nur örtlich korrekt

Nur Faust aber ist es vergönnt zu erahnen wie die höheren Mächte dazu stehen. In berühmten Versen drückte Goethe den inneren Zwiespalt aus der im Geist des Menschen herrscht, etwa so:

Zwei Seelen sind in meiner Brust.
Die eine hält, mit Lebenslust,
Fest an der Welt wie wir sie kennen,
Und will sich von der andern trennen.

Die andre regt sich mit Gewalt.
Sie zwingt die Menschen, jung und alt,
Wie Sturm, und drängt wie schwüle Luft.
Von ferne weht der derbe Duft.

Der Duft der Himmelsgeister wird von Goethe an sich als golden beschrieben. So lässt er Faust reden solange dieser dem Teufel Mephisto noch nicht begegnet war, der ausdrücklich als Stinker beschrieben wird. Nach diesem Duft verlangte es Faust im Werk des gealterten Goethe, der wohl nicht recht erkannte welche von diesen beiden Seelen das Werk der guten Mächte ist. Diese kann man an ihrer ruhigen Milde erkennen. Die Einflüsse aus dem Himmel dagegen kann man gut als Sturm und Drang charakterisieren, so wie das die Geistreichen zur Zeit Goethes taten. Der Sturm meint hier eine typische erste Phase von Wut und üblen Gefühlen. Der Drang dann folgt auf den Sturm, oft als unfrohe Leidenschaft. Dominante Gewalt ist hier das Vorspiel für die sexuelle Lust.

15.7 Gott stärkt die menschliche Seele, die Dämonen wollen sie zwingen

Die Seele der lokalen Gottheit ist an sich milde, und stärkt die Geister ihrer Kreaturen gerne fast unmerklich. Goethes Faust jedoch beschreibt diese Seele der Welt als derb und lüstern. Das lässt darauf schließen dass Goethe der Göttin schon lange nachstellte, allzu verlangend und triebhaft. Das kann der guten Göttin nicht passen. Doch ohne dieses Band der Lust wäre Goethe Ewa nicht nahe genug gekommen, um sie klar vom kosmischen Unheil zu scheiden. Die Erdgöttin hängt mit aller Kraft und Leidenschaft an ihrer Welt. Die himmlischen Geister dagegen sind oft Toten näher als den Lebenden, weil sie auf ihren weit entfernten Planeten nicht darüber informiert sind wer hier noch lebt oder schon tot ist. Goethes Faust wollte aufsteigen aus dieser chaotischen Welt um diese Geister und auch die Ahnen zu treffen. Doch in Wahrheit tragen die Geister das Chaos das da oben herrscht in unsere Welt hinein! So schlau wie der scheinbar einfältige Kasper in den Faust-Puppenspielen stellt sich Wagner an, als er den vom Himmel fantasierenden Faust ermahnt:

15.8 Wagners Warnung vor den Scheusalen aus der Ferne

Die besten Warnungen vor der wahren Bosheit der Teufel gab Goethe Fausts Diener Wagner ein:

Ruf sie nicht an, die Scheusal-Schar,
Die Menschen Sorgen und Gefahr,
Und Schäden mannigfach bereitet,
Vom Dunst mit Strömungen verbreitet!

Vom Norden her, scharf wie ein Zahn,
Von Morgen kommen dürr sie an.
Das Geister-Pack mit spitzen Zungen,
Ernährt sich frech von fremden Lungen.

Von Mittag kommt gestaute Glut,
Die macht dich dumm und bringt dir Wut.
Im Westen tun sie Wolken häufen,
Um Land und Leute zu ersäufen.

Sie sind tyrannisch und gewandt,
Wie von dem Türken-Gott entsandt;
Gehorchen scheinbar, doch betrügen,
Und lispeln englisch wenn sie lügen.

Diese Verse hab ich neu gedichtet, sie sind im Original nicht viel anders, aber ausführlicher und im Stil nicht so streng. Mit solch einsichtiger Weltdichtung hat sich Goethe ewigen Tatenruhm verdient. Das ist so treffend, was den Geister-Spruk betrifft, und doch so beiläufig und gewandt eingefügt in dieses Drama, dass kaum ein anderer Dichter da mithalten könnte. Erstaunlich ist es wenn Goethe davon spricht dass die Geister auf englisch lügen würden! Dafür wird er Zeugnisse und Erfahrungen gesammelt haben, gewiss unter seinen Freimaurer-Brüdern. Nur die UTR kann diese rätselhaften und so bedrückend realistischen Verse korrekt erklären. Weil die Greys über unsere nächste Nachbarwelt Lar etwas mehr Macht haben, deshalb können sie die Engländer, die mit Lar kulturell besonders eng verbunden sind, etwas besser manipulieren. Es ist also für diese kosmischen Teufelinnen einfacher sich unter Engländern Bots zu suchen. Daran lag es auch dass Will Shakespeare so gut und berühmt wurde, obwohl ihm solche genialen Verse nicht gelangen.

15.9 Die böse Macht ist nicht so schwer zu verstehen

Goethes Faust war ein Spiritist und Träumer. Im Umgang mit den Geistern träumte er sich gern in die Luft hinauf und in fremde Länder hinweg. Plötzlich kam ihm auch mal die dumme Idee sich zu vergiften. Sein Diener Wagner hielt sich da lieber fest an der Welt und ihrem Wissen. Sein gesunder Sinn für das Gute erlaubte es ihm die Geister der Luft richtiger einzuschätzen, und zwar als himmlische Mächte die vielerlei Übles bewirken.

Für den traditionellen Magier Faust stellte sich der Teufel dar als Geist; der von Formeln, Sprüchen und Zaubersiegeln bezwungen wurde. In Wahrheit, das stellte der geistreiche Wagner klar, sind diese Geister erfahren in der Lüge und verachten Menschen zutiefst. Es mag sein dass sie versuchen mit Menschen Pakte zu schließen, doch sie vergessen schnell. Von ihrer Gier geleitet sind sie nur von Engeln, durch Schmerzen, zu bändigen.

Doch kam nur der edle Faust auf die gute Macht, die mit Liebeslust an ihrer Welt hängt. Sobald einer aber die Göttin auch nur erahnt, da drängt sich schon der redselige aber unheimlich böse Geist dazwischen. Nun gilt es für den Menschen den bösen Redestrom von sich zu weisen. Das gelingt am Besten indem man sich an die gute Vernunft hält. In Goethes Faust ist der Teufel mächtig, klug und böse; und ein Herr der Lage. In Wahrheit sind die Greys längst mit ihrer Kraft am Ende und mit ihrem bösen Streben gescheitert. Nun vertun sie ihre Macht mit bösen Streichen, die der Gerechte oft still ertragen muss.

15.10 Die Anklage Gottes und der Welt gegen die bösen Mächte

Wir kennen eure Art zu richten!
Ihr konntet uns doch nicht vernichten,
Jetzt packt ihr kleine Pläne an,
Und habt mit Glück nicht viel getan.

Trotz Wellen, Stürmen, Beben, Brand,
Blieb uns erhalten unser Land.
Stark scheint die böse Sturm-Gewalt,
Die sich doch oft nur sinnlos ballt.

Erinnert euch an jene Schlange,
die eure Ahnfrau war so lange.
Sie lehrte Gut und Schlecht zu trennen,
Doch könnt ihr das nicht mehr erkennen.

Der Erdgeist lebt in schwerem Glücke,
Euch schlug die Welten man in Stücke.
Der Menschheit wird vor euch nicht bange,
Gehalten von der guten Schlange.

Die Erde mag divers erscheinen,
Doch hilft ihr Heliand sie einen,
Indem die dunkle Saat vergeht,
Bevor ihr Schwarzer Mann ersteht.

Schon wächst heran die helle Brut,
Gestärkt von kaltem frischen Blut.
Sie sind gerettet, die zwei Erden!
Für euch ist das zum rasend werden.

16. Warum Dämonen Studenten mögen

Nach dem frohen Tag an dem Goethes Faust die Göttin in der Sonne quasi erkannte, kam aber die Nacht wo er zuerst auf den Teufel traf. Darauf folgte, dem Drama nach, die Reise in ein heute berühmtes Keller-Lokal in Leipzig. Nicht nur wer den Teufel an die Wand malt kommt ihm auf kreative Weise näher. Sondern auch wer sich besäuft, weil er im Rausch Glückszustände hat und Emotionen aufkommen, der gerät an die Greys. Es ist manchmal nicht kalkulierbar wo und wann sie ihre Energie-Sauger einsetzen. Typisch ist es dass sie sich mehr mühen die Intellektuellen zu schädigen. Manche Studenten sind deshalb vergnügungssüchtig, und können nachts keine Ruhe finden. Auch der König von Thule mag sich beim Trunke über seine eigene Schwäche geärgert haben. Seine Gefühlskälte wandelt sich angetrunken nur zu einem Tränenausbruch. Intellektuelle neigen dazu diese Gefühle misszuverstehen, wenn sie merken dass der Alkohol harte Männer erst weich macht. Das ist ein Motiv, das beim kommunistischen Dichter Bert Brecht wiederkehrt. Der zeichnete seinen Helden Puntila als einen schlechten harten Herrn, der sich aber betrunken auf seine besseren Seiten besinnt und seinem Knecht Matti zum Freund wird. Goethe hatte für solche Gefühls-Probleme ein besseres emotionales Gespür als der finstere, leicht chinesisch wirkende Brecht. Doch gerade die Besseren gucken sich die Greys und ihre geisterhaften Helfer gerne aus. Aus der Sicht der UTR erinnert der Name dieses Lokals, Auerbachs Keller, etwas an die frühere Welt der Mutter-Congera Anna. Dort gab es einen Schwarzen Fluss wo gefoltert wurde, das war quasi da der »Aua-Bach«. Leute die dieser tyrannischen Göttin missfielen kamen in deren Hölle. Für die Greys der lokalen Gruppe ist die Erinnerung an die tote Anna eine Art Religions-Ersatz.

17. Die schönste Frau der Welt war nicht für Faust zu haben

17.1 Wie Helena zur schönsten Frau der Welt wurde

Nach dem Gepolter mit den trinkfreudigen Studenten gerät Faust in eine Hexenküche. Auch diese Szene wird auf originalen Visionen und Erfahrungen beruhen, die aber von Goethe für sein auch possenhaftes Theaterstück verfremdet wurden. Zuerst nämlich gerät Faust vor einen Spiegel, der ihm, wie im Nebel, das schönste Bild einer Frau zeigt. Er fühlt sich von ihr völlig hingerissen. So wie das seine übliche Denkens-Art ist wünscht er sich durch Flug-Zauberei zu ihr. Wer ist diese schönste Frau der Welt? Nur nebenbei und spät hören wir ihren Namen: Es ist Helene. Ist sie also die auferstandene Helena aus der Ilias, der griechischen Sage? Auch diese historische Helena galt nur deswegen als die schönste Frau der Welt, weil sie den Namen trug den die Göttin tragen wird.

17.2 Wie Faust Helene erschaute

Ich seh durch ihren Spiegel glatt,
Dort hin wo sich verschleiert hat,
Das größte Wunder der Natur.
Doch hält sie sich verborgen nur.

Du Inbegriff der Erden-Freuden!
Soll ich mein Leben noch vergeuden,
Und eine andere verführen?
Ich mag die Lust nicht mehr verspüren.

Ach wenn ihr Bild nur bei mir bliebe!
Ich würde aufgezehrt von Liebe.
Genug, oh herrliche Helene,
Bevor ich mich zum Wahnsinn sehne!

Ich seh dich einen Recken wählen!
Wie kannst du mich nur derart quälen!
Ist dieser Kerl dein böser Meister?
Dies sagen nur die bösem Geister.

Ich weiß nicht mehr was ich gut höre,
Weil ich mich selbst mit dir betöre!
Ein Chor von hunderttausend Narren,
Will dich im Niemandsland verscharren.

Doch lebst du wohl im Paradies,
Die sanfte Stimme sagt mir dies.
Ich tröste mich mit altem Wein,
Denn wo du bist kann ich nicht sein.

17.3 Wo sich böse Macht entfaltet nutzt Gottes Geist die Lücken aus

In der Hexenküche ist scheinbar der Teufel der Herr. Doch während er seine üble Wundermacht entfalten will, da gewinnt auch die gute Göttin die Macht sich Faust herzlich zu zeigen; und zwar erscheint sie in ihrer schönsten, göttlich-menschlichen Gestalt. Für den mickrigen Faust Goethes ist das ein zu großes Wunder. Sein Herz würde versagen, wenn nicht die Hexe käme, um ihn auf den Boden der Tatsachen zurück zu zerren. Hexenkunst und Braukunst sind nicht Künste durch die man viel Vernunft und Gesundheit gewinnt. Der Teufel hat über Helene in Wahrheit keine Macht. Doch will er nun Faust glauben machen dass dieser in jeder Frau die Schönste Helene für sich gewinnen könnte. Wie kann es ihm gelingen den doch klugen Faust so zu täuschen? Schöne Frauen gibt es zwar reichlich auf der Erde, aber mit der leibhaftigen menschlichen Göttin kann und mag sich doch keine vergleichen! Die Hexe hat einen Trank gebraut. Faust wird dadurch vergesslich, leichtfertig und lüstern zugleich. Gut gelungen ist es Mephisto als den widrigen Geist der Berauschung zu zeichnen, der dem antiken Gott des Weines und der Laster angeglichen wird.

17.4 Die Göttin durfte dem üblen Geisterseher Faust kein Glück schenken

Immer wieder spielt das Gefäß eine zentrale Rolle im Drama Faust, so wie auch oft im wirklichen Leben. Das berauschende Getränk macht die Männer schwach und lässt sie zu leicht an schlechte, dumme Frauen geraten. Man kann den langen Rest des Dramas Faust-1 als eine Warnung davor verstehen, sich auf unpassende Partner einzulassen.

Der Sinn des Thule-Gedichtes ist es auch dass der König nicht richtig wählte und seine Geliebte unglücklich verlor. Das rechte Gefühl beruht auch auf den höheren Mächten. Der Becher, der sich beim Tode des Königs füllt, symbolisiert dass seine Seele im Verlöschen nur zur Göttin der Erde und ihrer Meere eingeht. Müsste denn nicht die Göttin für mehr Liebe und Lebensglück bei den Menschen sorgen? Das kann und darf sie auch deswegen nicht weil sonst die Erde zu voll würde.

Deswegen wurde Faust, unter dem Einfluss der Geister, kaltherziger. Seinen persönlichen Geist Mephistoteles gab es eigentlich gar nicht. Das war nur ein Portal, eine Kunstfigur die mal dies und mal das sagte, je nachdem welche höhere Macht sich gerade einbrachte. Die Erdgöttin nutzte die böse Macht die dieser fiktive Teufel symbolisierte, auch um Leute abzuschrecken die ihr nicht passten. Goethe war zwar ein Schönling und Geistesriese, aber doch kein Vergleich zum Heiland.

17.5 Wie die Göttin den König von Thule rettete

Ich kam mit dem doch betrüblichen Drama Faust nur deswegen zu Ergebnissen die mir gefielen, weil ich mich kreativ selbst einbrachte. Hier ist mein kurzes Gedicht über den König von Thule:

Der König von Thule / von Bertram E. Holubek und diversen höheren Mächten

Das Wasser rauschte, glitt und schwoll.
Ein Angler saß verträumt daran,
den Becher leer, das Bäuchlein voll.
Da flog auf ihn des Weines Geist!
Der lispelte ihm zu: »Hey Mann!«
Ich will dir was was du nicht weißt!«

Der Angler staunte nun nicht schlecht.
Er lallte: »Ich weh König sein.
Ich weih doch, Gott ist nicht gerecht.«
Da sprach die Stimme: »Sei mein Mann!
Jetzt hast du Glück, und ich hab Schwein.
Ich zerre dich nach Thule dann!«

Dem König schmerzt und braust zugleich,
Was ihm das Herz zum Himmel hebt.
Er lallt: »Zeih mir mein Königreich!«
Schwer stapft er in den Matsch hinein,
Wobei ihm rasch die Lust vergeht.
Tief taucht er seinen Becher ein.

Kaum hört er wie Ga-Thula lacht:
»Dein Opferblut das wird mein Wein!
Jetzt merkst du meine wahre Macht!«
Der König sinkt ins Wasser hin.
Ganz lähmt ein Unstern sein Gebein.
Ein Graus beraubte seinen Sinn.

Doch wird ihm Rettung vor dem Tod.
Die weiße Fisch-Frau spürt die Not.
Sie dringt in seine Sinne ein.
Schon ist sein Lebens-Funke klein.
Doch er ist herzig und nicht alt,
Die Göttin schenkt ihm neuen Halt.

Das kühle Nass ernüchtert nun,
Den Angler, und lässt ihn was tun.
Er schwimmt vom Zauberbann sich frei.
Die Göttin hat er kaum erkannt.
Sie wendet sich mit Eile ab.
Schon strebt der Nächste in sein Grab.

17.6 Goethe wurde auch durch seinen Mut außergewöhnlich gut

Goethe war unter den Deutschen einer der Besten, sowohl körperlich auch als geistig. Wo viele andere sich von fiktiven Geistern und falschen Religionen betören und bannen ließen, da schritt er mutig voran zur Begegnung mit der unheimlichen Macht in der Tiefe der Erde. Doch diese wollte sich ihm nicht offenbaren, und unterstützte ihn nicht recht. Die Göttin blieb Goethe fern auch um ihn zu schützen, damit er nicht zur Beute böser Mächte wurde. Die Greys angeln nämlich mit Zorn nach unseren erleuchteten Köpfen.

Goethe war ein Meister-Erzähler. Er reiste auch deswegen extra nach Italien, um dort die Spuren der Göttinnen der Antike zu untersuchen. Es gibt eine in der Tiefe, da war er sich sicher, und das zeigte er an. Doch erhielt Goethe von der Göttin ein gemischtes und allzu negatives Bild, das sein späteres Schaffen in gewisser Weise verdarb und verdüsterte. Die germanische Zähigkeit fehlte ihm um sich zur erleuchtenden Wahrheit durch zu arbeiten. Der wahre Glanz der Göttin hätte ihn überstrahlt. Er hätte verstummen müssen, als Wissender von Wahrheiten die sich für die besten Menschen noch nicht eigneten. Das wollte die Göttin vermeiden. So aber entstand ein düsteres und falsches Bild von einer jenseitigen Macht welche die besten Menschen ins Verderben lockte.

Schon nach kurzer Zeit begegnet sein Faust dem Mephisto, nachdem er von der Göttin nur ihren abend-flüchtigen Glanz erschauen konnte. Und den bösen Geist, der im die Ohren voll quasselte, ist er dann nicht mehr losgeworden. Die Erdgöttin dagegen blieb ihm bewusst zu fern. Sie musste sich auch vor seinem widrigen Zynismus hüten, und wollte ihm nicht zu viel von mir offenbaren.

18. Goethes großer Sinn für das wahre düstere Leben

18.1 So ein Edelmann war für das Höhere erschaffen

Goethe war groß und schön, jedenfalls in seinen besten jungen Jahren. Das konnte jeder sehen. Es lag auch nahe zu denken dass seine großen Leistungen, als Dichter wie auch als Kultur-Politiker und Naturforscher, damit zusammen hingen. Schon lange vor Darwin hatte Goethe zum Beispiel postuliert dass scheinbar alle Pflanzen eine gemeinsame Abstammung besaßen. Er sprach von der Urpflanze. Es lag nahe zu meinen dass auch alle Tiere gemeinsame Vorfahren besitzen. Das hätte Goethe wohl auch leicht feststellen können. Diese Erkenntnis stand aber im krassen Widerspruch zur biblischen Schöpfungslehre. Diese Lehre wurde damals noch von den etablierten Geistlichen und Gelehrten erbittert verteidigt. Goethe hat sich wohl nicht getraut auf die Entstehung der Arten sein großes wissenschaftliches Interesse zu richten. Wie wird er das religiös gerechtfertigt haben? Wir können vermuten dass er spürte dass die Gottheit und andere höhere Mächte den Sterblichen viele Erkenntnisse und Weisheiten noch vorenthielten. Eine offensichtliche Sache war es ja auch dass edle hellhaarige Deutsche wie Goethe damals gerechter, weiser und fortschrittlicher dachten als die doch oft einfältigen und charakterlosen Juden. Sicherlich hat Goethe sich darüber geärgert dass die Juden doch scheinbar von Gott ungerecht bevorzugt wurden. Mit seiner Umkehr zurück ins römisch-griechische Heidentum versuchte er dieser Ungerechtigkeit zu begegnen. Doch zeigt der Faust, sein größtes Werk, doch an dass er am längst etablierten Christentum nicht vorbei kam.

18.2 Wie Goethes Teufel einen Schüler unterwies

Es ist genial wie hintersinnig Goethe die jüdisch-christliche Gelehrsamkeit kritisierte, und auch zugleich seine Leser ermahnte dass es höhere Mächte gibt, die man in ihrer Bosheit unterschätzt:

Dies lehrt ein Geist die bleichen Buben,
In vollen Alte-Bücher-Stuben:
»Mach dich ans Lernen, Tag und Nacht,
Denn Wissen ist tatsächlich Macht.

Sei etwas links, berausch dich gern,
Von Metaphysik halt dich fern.
Das ist was in dein Hirn nicht passt,
So voll gestopft mit falscher Mast.

Hast du dann endlich ausstudiert,
Mit Fleiß Papierchen präpariert,
Viel Unsinn stolz und stur gelernt,
So hast du Gottes Geist entfernt.

Damit der Prüfer dich versteht,
Sag nichts was nicht im Buche steht!
Erfinde frech was du nicht weißt.
Das rat ich dir, der böse Geist.«

So ähnlich belehrt Goethes Mephisto einen Schüler. Doch weiß er sich dabei besser zu verstellen als der Mephisto in meinem kurzen Gedicht. Das alles hört sich noch spöttisch bis lustig an, aber vielen Studenten dürfte der Humor weg bleiben wenn sie diese paar Zeilen lesen. Es ist gefährlich wenn man sich den Teufel so vorstellt wie Goethe ihn zeichnete, und wie wir ihn aus den vielen berühmten Faust-Inszenierungen kennen, so etwa als Schwarzen Mann mit weißer Theatermaske.

18.3 In Wahrheit bringen Dämonen Menschen clever in stechende Not

In Wahrheit sind die Greys überaus berechnend, und teuflisch grausam. Wenn sie eine Zielperson nicht angreifen, dann deswegen weil sie sich mit ihr amüsieren oder sie benutzen wollen. Oft ist es der Fall dass die Göttin einige Leute besonders schützt. Das kann auch schlechten Menschen, wegen fraktaler Links, so gehen. Doch dann wird es passieren dass die Greys Personen aus dem Umfeld der Zielperson fokussieren. Das geht manchmal so dass einem König, den die Erdgöttin nicht entbehren mag, immer wieder seine Freunde oder Frauen wegsterben. So ähnlich ist auch die tragische Geschichte von Fausts Gretchen zu erklären. Margarethe war nicht wie Faust für die Congeras unangreifbar. Die Energie aber und Schicksalsmacht, die die die Greys wegen Fausts Lastern und Irrtümern gewannen, haben sie genutzt um seine Buhle ins Unglück zu stürzen.

18.4 In Todesnot erahnte auch Gretchen unbewusst die Nähe der guten Göttin

In Gretchens letzte Szene hat Goethe wiederum hellsichtige Hinweise auf die Göttin eingebaut:

Handle geschwind! Rette mein Kind,
Bevor sie sich auf etwas Böses besinnt.
Ich führte sie fort, auf meinem Weg,
Am Bach hinauf, und über den Steg.

Doch wohin dann? Wir sind nicht reich!
Ihr Atem geht matt, ihre Glieder sind weich.
Hinter dem Feldweg da wartet im Teich,
Eine die rettet. Ich glaubte es gleich!

Rette, oh rette, mein Kind, meine Frau!
Mutter des Wassers, ich kenn dich genau!
Halt sie am Haarschopf, denn ihr ist so kalt.
Von meinem Schicksal, wird sie nicht alt.

Sieh doch, die Mutter sitzt in ihrem Stein.
Sie winkt nicht noch nickt sie, in ihrer Pein.
Es starb meiner Frau, und unserem Glück,
Die leidliche Mutter, und kommt nie zurück.

Das Schicksal konnte es nicht wollen dass Faust und Gretchen ein glückliches Paar wurden. Die Nähe des Bösen, die Faust ertragen wollen musste, war für Gretchen nicht erträglich. Während der fiktive Teufel Mephisto Faust unnützes und geistreiches Zeug erzählte, verlor sich heimlich Gretchens Glück. Diese Liebe hielt gerade lange genug damit die Lust sie ausschöpfen konnte. In Helene hätte Faust eine bessere Frau gefunden, doch die war nicht für ihn bestimmt. In letzten wirren Versen träumt sich jedoch Gretchen nicht in den Himmel hinauf, wie Faust es mochte. Ihr letztes Gebet trägt sie in einen Teich hinein, wo sich etwas regt. Die mythische Wassermutter war wohl im alten Germanien noch besser bekannt als zur Römerzeit. Reste dieses uralten Glaubens haben sich in baltischen Sagen erhalten. Durch den Glauben ihrer Ahnen kann eine Unwissende von heute solche alten mythischen Bilder für sich zurück gewinnen. Die Erdgöttin pflegt jedoch, anders als die Dämonen, die Wahrheit zu sagen. Wer einmal stirbt kann nicht noch einmal leben. Es gibt Ausnahmen, wenn Tote doch nicht gestorben sind, doch die bestätigen nur Gottes Regel.

18.5 Geheimes Wissen kann auch glücklich machen

Viele glauben ja an das Leben nach dem Tode. Davon lehrten die Propheten und deren Geister. Doch alle Geister sind nur Spuk, der von den Congeras erzeugt und ausgenutzt wird. Die gute Mutter der Erde ist in schlimmen Schmerzen und hat doch große Macht. Goethe war einer der wenigen dem es immer wieder gelang geistig zu ihr vorzudringen. Anstelle einer, klaren aber falschen, prophetischen Lehre hat uns Goethe hellsichtig nur verwirrende Eindrücke der übernatürlichen Welt hinterlassen. Seine Tragödie Faust I ist geprägt vom Eindruck der deprimierend starken Macht des Bösen. Die gute Macht muss man suchen und entdeckt sie doch kaum. Ähnlich geht es noch heute in der realen Welt zu. Noch steht nichts drin in all den Lehrbüchern, über die großen Mächte welche unser Leben gestalten. Ohne göttliche Weisheit kann der Mensch sich nicht selbst behaupten. Nur wer lernt nicht auf den Tod hin zu leben kann für Gott und die Welt wertvoll werden.

Goethe heiratete erst spät, und seine Ehe scheint nicht recht glücklich geworden zu sein. Es mag sein dass er die Göttin in ihrer Tiefe zeitweise gut erahnte, und deswegen dazu neigte schwache und launische Frauen geringer einzuschätzen. Weil die Menschen eben oft so gering, verdorben und schwächlich sind; deswegen arbeitet die Erdgöttin hart daran Übermenschen zu erschaffen.

Aber geheimes Wissen kann auch glücklich machen. Wer nur so dahin lebt, weil er an ein Leben nach dem Tode glaubt, kann sich mit Gott die Macht erwerben glücklich zu werden, indem er ein kurzes Leben mit einem Partner verbringt, oder in Anbetracht der Göttin stolz und ehelos bleibt.

19. Ein Seitenblick auf Heine und Brentano als Spötter

19.1 Heine wollte mehr werden als nur ein Judenjunge

Goethe war ein großer Edelmann. Im direkten Vergleich war Heinrich Heine nur ein Judenjunge. Er mag sich darüber gewundert haben dass dennoch die Götter (Elohim, an sich plural) Leute wie ihn den sichtlich besseren germanischen Menschen vorzogen. Aber dafür sprach sehr viel was in Kultur und Geschichte nun mal an Gütern vorhanden ist. In Europa hingen doch längst alle an der Bibel fest, und die kriegerischen Türken wurden ja durch Gottes Willen nach und nach wieder in ihre außereuropäische Heimat zurück verwiesen. Erstaunt hatte es alle Geistesgrößen dass sich mit der Französischen Revolution eine Religion der Vernunft in Europa ausbreiten wollte. Doch kam allzu schnell der finstere Korse Napoleon an die Macht, der durch seine Einheirat in höchste Adelskreise wieder zum Bundesgenossen des Papstes wurde. Nach dem Ende der napoleonischen Tyrannei mussten viele wieder christlich werden, die vorher an eine neue bessere Zeit geglaubt hatten. In Köln hatten die Franzosen die Kirchen und Klöster geplündert, und viel altes Kulturgut war auf dem Trödelmarkt gelandet. Nun stand jedoch eine katholische Renaissance bevor.

19.2 Kaum jemand hatte die Maria so lieblich erkannt wie der junge Heine

Man hätte viel erwarten können, aber nicht dass nun die Juden zu glühenden Marien-Verehrern wurden. Doch kaum jemand bannte den Geist von 1815 so lieblich in Worte wie der junge Heine:

Einsam in der Waldkapelle,
Vor dem Bild der Himmelsjungfrau,
Lag ein frommer, bleicher Knabe,
Demutsvoll dahingesunken.

O Madonna! laß mich ewig
Hier auf dieser Schwelle knieen,
Wollest nimmer mich verstoßen,
In die Welt so kalt und sündig...

O Madonna! hör mich heute,
Gnadenvolle, wunderreiche,
Spende mir ein Huldeszeichen,
Nur ein leises Hundeszeichen.

Da tät sich ein schauerlich Wunder bekunden,
Wald und Kapell sind auf einmal verschwunden;
Knabe nicht wußte, wie ihm geschehen,
Hat alles auf einmal umwandelt gesehen.

Und staunend stand er im schmucken Saale,
Da saß Madonna, doch ohne Strahlen;
Sie hat sich verwandelt in liebliche Maid,
Und grüßet und lächelt mit kindlicher Freud.

Und sieh! vom blonden Lockenhaupte
Sie selber eine Locke raubte,
Und sprach zum Knaben mit himmlischem Ton:
Nimm hin deinen besten Erdenlohn.

Humpf! Hab ich da einen Fehler abgeschrieben? Ich kann das Original gerade nicht finden, sei es drum. Es ist ja ein Jugendwerk, und da steckte sicher echte religiöse Leidenschaft dahinter. Auch Goethe hat schlechte Gedichte hinterlassen. Und vom rheinischen Marienkult ist der Kitsch sowieso nicht zu trennen. Man kann sich aber denken dass doch die wahre Göttin nur widerwillig mit Kreativität half. Immerhin ist die Idee stimmig dass die Madonna (Meine Dame), wenn sie sich als Schönste aller Frauen heimlich zeigt, nicht jüdisch aussieht sondern blonde Haare haben wird. Das passt nicht zur biblischen Legende. Aber weil Heine eben ein Jude war, blieb ihm doch der so lächerliche Kult um Jesus das Kind fremd, und dies öffnete ihm das Herz für ein Mehr an Inspiration. Sein Knabe sah, ganz ähnlich wie Goethes Faust, die Göttin nur einmal kurz in einer Art Berufungs-Vision. Diese Geschichte erinnert an die von Parsifal, der nur einmal den Gral sah.

19.3 Der Anblick jüdischer Damen war eben nicht angenehm

Heine war ansonsten kein Freund der blonden und oft hochnäsigen Damen. Er hatte sich in seine Cousine verliebt, laut ihrem Bild ein finsteres urtümliches Wesen, dem man keine Anmut zutraut und wenig Verstand. Noch dickere schwarze Brauen zierten den pfannenbreiten Rundkopf von Fanny Mendelssohn, die mit ihren großen Schafs-Augen aber wenigstens etwas lieblicher blickte.

In einem privaten Brief disste Fanny Heine gründlich, vor allem wohl weil der sich ihr gegenüber als zu ungalant erwiesen hatte. Heine war ein praktisch denkender Jurist geworden. Er hatte sich sogar mal taufen lassen, aber das hatte ihm bei den Deutschen nicht den Erfolg gebracht den er sich erhofft hatte. Leute dieser charakterlosen Sorte sollten, laut der Bibel, die geistliche Führung über die ganze Welt übernehmen? Das konnte doch nur ein Irrtum sein! Den Judenhass, der dann in Deutschland wieder hochkam, kann man auch mit der Ungerechtigkeit von Gottes scheinbarer Entscheidung erklären, diese minderen Finsteren den doch sichtlich besseren Hellen vorzuziehen.

19.4 Nur einem Juden gelang es die Lorelei dichterisch zu verteufeln

Heine verharrte nicht sein Leben lang auf der Schwelle einer Marien-Kapelle, so wie das vielen Katholiken geschah. Vor allem berühmt wurde er mit seinem Gedicht über die Loreley. Darin hat er diese »schönste Jungfrau mit goldenem Haar« fatal schlecht gemacht. Sie soll, das dichtete er, mit ihrer wundersamen, gewaltigen Melodie den Rheinschiffern die ihr lauschten das Verderben gebracht haben. Beachtenswert ist dass dieses Sagen-Motiv auch von vielen deutschen Dichtern in Angriff genommen wurde. Aber nur der Jude brachte es fertig gerade damit besonders berühmt zu werden. Heinrich Heine blieb ja doch ein Jude, obwohl er getauft wurde und sich sogar zur Marien-Frömmigkeit bekannt hatte. Er hat später mal einen Schwulen mit Lästerungen geoutet, daraufhin warf man ihm allgemein Charakterlosigkeit vor. Das Urteil passt sicherlich auch auf viele andere Juden jener Zeit, und nicht nur auf solche die sich dem Christentum annäherten. Ein Liebeslied von ihm: »Wenn ich ein Vöglein wär«, erinnert an die Flugträume von Goethes Faust. In einem humorvollen seltsamen Nachwort erklärte sich Heine, nicht ohne Selbstlob, dazu so:

Wer hat dieses schöne Liedel erdacht?
Es haben drei Gäns' übers Wasser gebracht,
zwei graue und eine weiße.

Einmal mehr finden wir ein altes Rätsel, das nur die UTR auflösen kann. Denn die drei »Gäns« erinnern an die Congeras, die sich in weiße und graue unterscheiden (gyn- bedeutet weiblich). Wir können dies als ein Zeugnis eines faulen Kompromisses verstehen, den die gute Erdgöttin mit gierigen Greys machen musste. Auch Energie die durch Gebete an Maria an die Congeras ging, die endete zu zwei Dritteln im Himmel, und nur zu einem Drittel bei der Schöpfer-Göttin.

19.5 Heine störte sich vor allem am Born der edelsten deutschen Kultur

Das Schlechtmachen gelang dem Juden gut. Mit einem vehementen Spottgedicht keilte er auch gegen den Bayernkönig Ludwig-2 aus, der in der Welt der deutschen Sagen einen Halt suchte den ihm die falschen Bibel-Mythen nicht gewähren konnten. Heine verspottete ihn überaus gekonnt:

„Das ist Herr Ludwig von Bayerland. desgleichen gibt es wenig;
Das Volk der Bavaren verehrt in ihm, den angestammelten König.“

Es wird wahr sein dass Ludwig manchmal ins Stammeln geriet. Erheblich schlimmer waren noch seine charakterlichen Mängel. Er war halt auch ein Finsterer und Südländer. Die Leidenschaften die sein Porträt erregten haben ihm arg zugesetzt. Dennoch aber war er der wichtigste Förderer von Richard Wagner, der unter Ludwigs Ägide die gewaltigsten und besten Werke der deutschen Kultur erschuf. Kann das nicht jeder hören dass Wagners Tonkunst beispiellos schön ist? Nein, denn der Kunstsinn der Juden ist nun mal simpler. Sie mögen die mathematisch klaren, einfachen Melodien und Rhythmen von Leuten wie Felix Mendelssohn. Gerade weil der Märchenkönig von Bayern doch so wichtig und edel war, deswegen haben ihn die Greys mit Schwächen so belastet.

Hat der Jude Heine dies gewagt, weil er spürte dass im Festspielhaus von Bayreuth der Born der künftigen geistigen Größe Deutschlands sprudelt? Natürlich gab es einen Kulturkampf zwischen den romantischen Schwärmern um Wagner und den demoralisierten, ängstlichen Christen. Es war ein Kampf der Deutschen gegen die Identitätslosen, und den letzteren dienten die Juden als Elite. Denen kam der Geist des Spottes zu, anderen blieb dieser düstere kreative Quell aber versperrt.

19.6 Mit Mut und Wendigkeit wurde Heine doch für Gott hilfreich und wichtig

In seinem Kevelaer-Gedicht hat Heine die Madonna erneut besungen, doch da übertrieb er schon ihre Wunder ins Groteske. Hilfreich war die Madonna nun weil sie Sterbehilfe leistete, was sich die Christen zu allen Zeiten nicht trauten. Mit jüdischem Mut und Eifer kam Heine also auf gute Ideen im schwierigsten Bereich der Kultur, doch traute man ihm zu wenig und hörte ihm nicht zu. Heine war zu klug geworden für den Marien-Glauben, aber nicht geistreich genug für die Göttin.

In Frankfurt hat man Heines Werke, noch zu seinen Lebzeiten, durch Beschluss des Bundestages verboten. Später setzten sich Kurt Tucholsky und Marcel Reich-Ranicky besonders für Heine ein. Beide waren auch Juden, was nur zeigt dass doch auch Gott die Juden als Volk zusammen hielt. Die jüdische Religion diente dann nur dazu die Kluft zu den anderen Völkern noch zu vertiefen.

Goethe war nicht nur als Mensch und Dichter, sondern auch als Forscher hervorragend. Doch die europäische westliche Kultur seiner Zeit verwies ihn in die zweite Reihe. Vorne sollten die Juden der ganzen Welt den Weg zu Gott weisen, so wollte es die Bibel. Dies führte aber dazu dass die Juden oft auf vielerlei Irrwege und Abwege gerieten, was vor allem die Judenfeindschaft jener Zeiten begründete. Um sich vorn zu behaupten kamen die Juden schnell dazu die besseren Leute schlecht zu machen, also vor allem die edlen Blondinen. Das brachte nicht nur den schönsten Frauen Leid sondern auch ihrer Göttin.

19.7 Brentano hat die Lorelei entzaubert

War es aber nicht wirklich so, dass Nixen manchmal auf Schiffer lauerten, um sie durch Gesänge in Schwierigkeiten zu bringen? Der Dichter Clemens Brentano erklärte einst die Lorelei-Sage so:

»Bei Bacharach steht dieser Felsen, Lure Ley genannt, alle Schiffer auf dem Rhein rufen ihn an und freuen sich des vielfach Echos.«

Scheinbar gab es da also nur einen Guckstein, ein Lure-Felsen. Dennoch bleibt rätselhaft was hinter der Sage steckt. Laut der UTR heißt eine der Greys der lokalen Gruppe Ga-Lora, und eine mächtige Gruppe von Cräyb-Greys trägt den Namen Li. Diese Teufelinnen suchen hier nach Beute, und die Erdgöttin muss ihre Angriffe so lenken dass dabei nicht zu viel Schaden entsteht. Sie selbst ist auch immer verpflichtet sich irgendwie bemerkbar zu machen, um Anerkennung zu gewinnen. Nur so kann sie helfen, und das ist es was sie oft tat, wenn man sie als die Madonna anrief. Die Greys dagegen sind gierige Vampire, sie saugen Menschen die Energie im Übermaß ab, und dann tun sie ihnen Leid an, und geben noch der Erdgöttin die Schuld daran. Unter dem Einfluss der Greys wurden gewisse Völker zur Waffe gegen die Erdgöttin. Das ist ein weiterer Grund warum die Erdgöttin doch versucht sich in Deutschland ein besseres Volk auszuerwählen.

Heute werden viele alte Mythen scheinbar entzaubert. Moderne Ungläubige wollen alle Geschichten über Wunder auf ungläubige Art erklären oder abtun. Doch das wird sich bald ändern, wenn die Erdgöttin im Untergrund deutlicher auf sich aufmerksam macht. Ewa muss nur vermeiden dass sie, so wie Christen das oft tun, als Teufel verkannt wird. Erst im Vergleich zu vielen eher schalen Werken, von mittelmäßigen Zeitgenossen, zeigt sich wie genial Goethe war, als er aus dem üblen Faust-Stoff ein großes Drama erschuf. Echt geniale Werke können ohne die Göttin nicht entstehen, und sie zeigt sich in ihnen.

19.8 Brentano als kleiner Freund der Sirene

Auch Clemens Brentano war kein Ungläubiger, sondern auch er zeugte von einer Sirene. Hier ist ein kurzes Spott-Gedicht über diese Wasserfrau. Brentano gilt als bekannter deutscher Dichter, aber eigentlich war er ein Italiener mit vielen jüdischen Bekannten. Wenn Goethe in Italien nach antiker Größe suchte, dann begegnete den Deutschen in Brentano der klein gewordene Italiener:

Geister reichen mir den Becher,
Reichen mir die kalte Hand,
Denn ich bin ein frommer Zecher,
Scheue nicht den glühen Rand.

Aber ich muß fort nach Thule,
Suchen auf des Meeres Grund
Einen Becher, meine Buhle
Trinkt sich nur aus ihm gesund.

Die Sirene in den Wogen,
Hätt' sie mich im Wasserschloß,
Gäbe, den sie hingezogen,
Gern den Fischer wieder los.

Wo die Schätze sind begraben
Weiß ich längst, Geduld, Geduld,
Alle Schätze werd' ich haben
Zu bezahlen alle Schuld.

Au und weh, hier reimt sich Schloss auf los! In einem anderen Gedicht reimte Brentano gar groß auf Schloss, geschrieben Schloß. Und was ist denn ein glüher Rand? Nur wer die gute Erdgöttin kennt weiß dass mit dem glühenden Rand ihres Bechers das flüssige Vulkangestein gemeint ist welches ihre Betyle umgibt. Das hat Richard Wagner in große Verse gefasst. Bei Brentano kamen nur italienisch kleine Verslein heraus. Denn statt in eine Geliebte hat sich der deutsche Ithaker in die Göttin verknallt, er nennt sie seine Buhle. Dieser war er ein Verehrer unter vielen Künstlern. Clemens Brentano dachte scheinbar eher an seine Schulden und an verborgene Schätze als an ihre esoterischen Geheimnisse. Wer große Geldsorgen kann eben nicht gut unbeschwert dichten. Aber das ist der Göttin auch nicht unlieb, wenn nur die Leute die sie wertschätzt ihr verbunden bleiben. Wenn sie sich aber von älteren Verehrern löst, dann deswegen weil sie viel Leid zu verteilen hat.

19.9 Brentano war beispielhaft für das klein gewordene Italien

In der Antike war Rom so mächtig geworden, wieso war das in der Moderne nicht mehr so? Die Römer waren nicht nur moralisch sondern auch charakterlich geschrumpft. Sie hatten das süße Leben schon immer zu sehr gemocht. Davon zeugte gerade Brentano, der durch den Namen des mythischen britischen Seefahrers Brendan geadelt wurde. Als der Irre-Führer Mussolini den Geist des alten Roms noch mal auferstehen lassen wollte, da konnten die Italiener nicht mehr so recht wollen. Die alte Prophezeiung der Druiden, dass die Zukunft den Völkern nördlich der Alpen anheim fiel, hatte sich bewahrheitet.

Der originale Faust war sicherlich ein ähnlicher Typ gewesen wie Clemens Brentano. Dem kam es auch auf den greifbaren Erfolg an. Dem süßen Leben war er wenig abgeneigt, gegenüber dem gemeinen Volk grenzte er sich zu wenig ab. Wir können ihn uns als überheblichen Bösewicht und Schlawiner vorstellen, der aber mit Lust und magischer Macht versuchte politische Ereignisse zu seines Kaisers Gunsten zu drehen. Der finstere Schwabe Faust hatte immerhin mit seinen Lehren und Zaubereien bei christlichen Klerikern erstaunlich viel Erfolg. Zum Beispiel bezahlte man ihn aus katholischen Kirchenkassen, um Horoskope zu stellen oder Gold zu machen. Er trieb sich in Süddeutschland herum und soll »viel Händel gehabt haben«, also Ärger nicht nur mit Geistern. Natürlich liegt es vor allem an der römisch-katholischen Kirche, dass die römische Welt nach und nach so herunter gekommen ist. Man kann dies als Hilfe für den neuen deutschen Gott verstehen.

20. Was uns ein Rabbi und Goethe über Politik lehren können

20.1 Ein guter jüdischer Witz über schicksalhafte Schlechtigkeit

Zum Schluss will ich noch kurz ein Büchlein aus England besprechen. Das stammt von einem ungarischen Emigranten, der gar nicht recht zugeben mochte dass er ein Jude war. Man merkte es aber gleich daran dass er die Briten erstaunlich schlecht darstellte und selbst nicht dazu gehörte. Gleich zu Beginn zeigt das Buch die Karikatur eines beispielhaft dekadenten Briten. Fast zum Schluss erwähnte der Autor seine jüdische Kindheit im alten Ungarn. Dazu fiel ihm ein Witz ein, der nicht recht zu seinem britischen Buch passen will, der aber immerhin einigermaßen lustig ist:

Ein Jud geht zum Rabbi und klagt ihm sein Leid: »Fünf Kinder füllen mir mein kleines Zimmer. Da geht es zu wie in der Judenschule, nicht zum Aushalten ist das! Rabbi was soll ich bloß machen?« Da sagt der Rabbi: »Kauf dir eine Ziege als Haustier.« Das tut der Jud. Aber nach einer Weile ist es noch ärger am Jammern: »Mit der Ziege ist bei mir zu Haus alles nur noch voller und schlimmer geworden!« Sagt der Rabbi: »Nu, da schaff sie wieder ab.« Das tut der Jud, und beim nächsten Mal ist er froh: »Ach wie gut haben wir es jetzt in unserem Zimmer, ohne die Ziege. Rabbi, dein Rat hat geholfen!«

Der Rabbi hatte recht! Und das ist auch die Lösung für die Flüchtlings-Krise, die derzeit Europa plagt! Der große spanische Philosoph Ortega y Gasset war zu seiner Zeit darauf gekommen, wie schlimm die Übervölkerung sich politisch und gesellschaftlich auswirkt. Das war ja etwas das die meisten Experten überhaupt nicht wahrnehmen konnten, dass ihre Länder immer voller wurden. Durch die finstere Flut von orientalischen Flüchtlingen ist die EU in eine Existenz-Krise geraten, die auch eine religiöse Krise ist. Denn diese Leute benehmen sich teilweise unerträglich schlecht, zum Beispiel durch eine Vielzahl von Straftaten, und auch durch Wellen von Attentaten. Was der Rabbi in Ungarn einst dazu lehrte, das kann auch uns helfen. Wir müssen einfach darauf achten dass Flüchtlinge und Illegale aus Europa gründlich entfernt werden, schon wenn man erwarten kann und merkt dass sie sich schlecht benehmen. Danach werden die Europäer, die sich vorher in Europa nicht so gut vertragen konnten, sich völlig erleichtert fühlen, und mit frischem Mut ihre bessere Zukunft aufbauen. Zum Beispiel gäbe es dann bald wieder bezahlbare Wohnungen in den Städten, wo sich heute mehrere tausend Wohnungs-Suchende um eine freie Wohnung bewerben.

Aus aller Welt heraus versucht man heute nach Deutschland hinein zu regieren. Oft ist das Ergebnis weniger gut, als wenn die Deutschen sich selbst um ihre Angelegenheiten kümmern würden. Warum soll es nicht möglich sein statt den gefährlichen Flüchtlingen wieder Gastarbeiter anzuwerben, die nach ihrer Zeit bei uns gesetzlich zur Rückkehr verpflichtet sind? In größeren alten Zeiten gab es den Kaiser, der das möglich machte. Mit einer besseren Politik wird es in Deutschland weniger Ausländerfeindlichkeit geben.

20.2 Goethes Faust hilft vor allem über Glaubenszweifel hinweg

Dabei bleibt aber das Problem zunächst bestehen, dass es in den Ländern wo die Flüchtlinge her kommen viel übler ist als bei uns. Müssen wir da nicht helfen? Auch Goethe hat sich im Faust mit dieser Problematik beschäftigt. Mit viel Einfühlung erklärte er uns den guten bürgerlichen Geist:

Ich weiß nicht viel dazu zu sagen,
Wenn Völker aufeinander schlagen,
Da hinten, hinter der Türkei,
Doch ist mir das nicht einerlei.

Dazu mag ich ein Gläschen trinken,
Ich lass bedruckte Seiten sinken,
Und zähl die Schiffe auf dem Fluss,
Und geb dem Liebchen einen Kuss.

Einfühlung ist ja heute oft das Thema in den Medien. Politische Parteien müssen beim Volk oft Verdruss erwecken, damit sie Stimmen bekommen, und politische Macht und stattliche Gehälter. Doch sollte man nie vergessen wie schlecht es den Unterlingen in vielen fremden Ländern geht, und zwar durch ihre schicksalhafte Schlechtigkeit. Miese Fremde bei uns wohnen zu lassen, das ist das Falscheste was wir machen können, denn dann geht unser bürgerlicher Frieden den Fluss hinunter. Was wir aus der Geschichte dazu auch lernen können ist, dass doch die Deutschen keine besonderen Unmenschen sind; sondern besser als viele andere Völker in der Lage sind, sich und ihre Umwelt nett und friedlich zu gestalten. Schlimm war es in vergangenen Zeiten, aber so soll es nie wieder werden, sondern noch besser! In Israel und Libanon, in Syrien und Irak gibt es viele Grenzen, und schnell wird scharf geschossen. Im Iran und ringsum werden Unschuldige schnell verhaftet und gefoltert. Die Saudis führen einen Vernichtungskrieg gegen die Huþi. Afghanistan ist eines der schlimmsten Vergewaltiger-Länder der Welt. Im Gaza-Streifen ist es noch ärger, da kriegen die Araberinnen Kinder im halben Dutzend, manche geraten so aggressiv dass sie im Zoo die Tiere mit Steinen bewerfen. In Pakistan und Indien sind überall Elende, und wer von denen nicht wie ein Sklave schuftet muss sich in der Mülltonne etwas zu essen suchen. In Neger-Afrika verhungern sie gar zu Millionen. Deutschland aber kann ein Musterland werden das Europa und der Welt ein neues besseres Vorbild gibt. Doch dabei stehen uns nicht nur schlechte Fremde im Wege, die eben schlechte Manieren und Kulturen mitbringen. Vor allem böse Geister sind unsere Feinde! Von Teufeln wollen heute viele Leute nichts hören, weil sie dazu wenig zu sagen wissen. Da kann Goethe uns was lehren. Der unbestritten größte deutsche Dichter und Denker warnte mit viel Geschick und Leidenschaft vor dem bösen Geist und seinem verhängnisvollen Redeschwall.

Leicht kann man heute denken dass es keine höheren Mächte gäbe, denn davon ist in den Medien fast nie die Rede. Der größte deutsche Dichter wusste da besser Bescheid.

Kennst du die rechten Zicken schon?
So manche prüft mit Katechon,
Ob einer frommt nach Kirchen-Brauch.
Sie denkt: So einer folgt mir auch.

Doch kennst du linke Böcke nicht?
Die locken Kinder weg vom Licht.
Damit man nicht den Geist dir töte,
Erinner dich an Faust von Goethe!

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